Über den Trauerfall (2)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Rudi Märkl, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von Trauer.de Redaktion, München
27.01.2009 um 21:44 Uhr von Merkur /Der Skisport war sein Leben und ausgerechnet auf seinen geliebten Pisten verstarb völlig unerwartet der legendäre Pressechef des Garmisch-Partenkirchner Weltcupgeschehens, Rudi Märkl. Der Werdenfelser wurde nur 66 Jahre alt.
"Obwohl er schon vor fünf Jahren einen Herzinfarkt beim Skifahren erlitten hatte, konnte er nicht damit aufhören", verrät sein langjähriger Freund Josef Kümmerle. "Aber die Bretter waren einfach seine Leidenschaft." Jahrzehnte lang kümmerte sich Märkl mit Kompetenz und Hingabe als Weltcup-Pressechef um Journalisten aus aller Welt. Unvergessen bleibt der Partenkirchner allerdings in seiner Funktion als Öffentlichkeitsbeauftragter während der Alpinen Skiweltmeisterschaften 1978. "Ich habe ihn einfach ins kalte Wasser geworfen", erinnert sich sein damaliger "Chef" Peter Baum daran, wie er Rudi Märkl 1973 als Medienbeauftragten ins Organisationskomitee des Skiweltcups geholt hatte. Zusammen haben die beiden unzählige, prestigeträchtige Großveranstaltungen organisiert. Dass der damals 30-jährige Märkl an dieser Aufgabe Spaß fand, habe nicht zuletzt an seiner offenen und immer fröhlichen Art gelegen, ist sich Baum sicher.
Ein Mensch mit wertvollen Erfahrungen stehe nun leider nicht mehr zur Verfügung, bedauert auch Märkls langjähriger Mitarbeiter Hansjörg Rieß den Tod seines Freundes. "Über Jahrzehnte war er fester Bestandteil im Garmisch-Partenkirchner Skisport. Im Bereich der modernen Öffentlichkeitsarbeit hat er Pionierleistungen vollbracht." Gerade bei der Ski-WM vor 31 Jahren meisterten der Vollblutfunktionär und sein Team eine wahre Mammutaufgabe mit Bravour. So mussten sie 1800 Medienvertreter betreuen, darunter 400 Print-Journalisten, mehr als 200 TV- und Hörfunkkommentatoren sowie 290 Fotografen und 900 Helfer. "Dass er durch sein kameradschaftliches Auftreten viele Leute ansprach und auch schon einige Kontakte in der Medienwelt gesammelt hatte machte die Arbeit umso leichter", erinnert sich WM-Organisator Baum. Die Erfahrungen und das breite Netzwerk hatte sich Märkl bereits in den Jahren zuvor erarbeitet, unter anderem als stellvertretender Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck. "Das war sicherlich eine Auszeichnung für ihn", verdeutlicht Baum. Er und Rieß sind sich sicher: "Der Garmisch-Partenkirchner Skisport ist um eine große Persönlichkeit ärmer."
Von Trauer.de Redaktion, München
23.02.2009 um 16:34 Uhr von Merkur /Der Sport war seine große Leidenschaft. Vor allem das Skifahren hatte es ihm angetan. Ausgerechnet auf der Piste verstarb Rudi Märkl im Alter von 66 Jahren.
Als Pressechef zahlreicher Weltcups, Skispringen und der Ski-Weltmeisterschaft 1978 machte sich der Garmisch-Partenkirchner einen Namen. "Im Bereich der Pressearbeit hat er Pionierarbeit geleistet", ist sich sein Freund und langjähriger Mitarbeiter Hansjörg Rieß sicher.
Gerade bei der Ski-WM vor 31 Jahren stemmte er mit seinem Team eine wahre Mammutaufgabe. So mussten 1800 Medienvertreter betreut werden, darunter 400 Print-Journalisten, mehr als 200 TV- und Hörfunkkommentatoren, 290 Fotografen und 900 Helfer. "Durch seine freundliche und kameradschaftliche Art war er ideal für diesen Job", erinnert sich Peter Baum, damaliger Chef des Organisationskomitees. Er hatte den Garmisch-Partenkirchner schon 1973 in das Weltcup-Organisationsteam geholt. "Ich habe ihn einfach ins kalte Wasser geschmissen", erinnert sich Baum. "Er hat aber alles gut gemeistert und ich konnte mich immer auf ihn verlassen."
Tatsächlich sollte es nicht lange dauern, bis sich Märkl ein breites Netzwerk aufgebaut hatte und so wurde er 1976 stellvertretender Pressechef bei den Olympischen Spielen in Innsbruck. "Das war auf jeden Fall eine Auszeichnung für ihn", ist sich Baum sicher.
Den Verlust eines guten Freundes und Ratgeber beklagen aber nicht nur die Garmisch-Partenkirchner. Auch außerhalb der Grenzen hatte Märkl viele Freunde gefunden, die ihm nun die letzte Ehre erwiesen. Darunter auch Persönlichkeiten wie Franz Beckenbauer, Willi Holfdorf und Erich Ribeck. Alle gehörten sie dem Schneeforscher-Club Obertauern an.
In einem sind sich aber vor allem Baum und Rieß sicher. "Garmisch-Partenkirchen ist um eine Persönlichkeit ärmer."
Marcus Schoft
Foto: fkn