Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Nikolaus Riesch, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau
16.11.2006 um 19:40 Uhr von Merkur /Über 20 Jahre lang war Riesch als Gauhauptmann im Amt, 30 Jahre lang fungierte er als Hauptmann der Wackersberger Antlaß- und Gebirgsschützenkompanie. Auf beiden Ebenen wurde dieser Einsatz mit einem Ehrentitel belohnt. "Er ist im Schützenwesen aufgegangen. Das war sein ein und alles", sagt der jetzige Wackersberger Hauptmann Thomas Simon. Riesch sei immer ein würdiger Repräsentant gewesen. "Er war eine imposante Erscheinung."
Geboren wurde Nikolaus Riesch am 22. August 1925 in Wackersberg/Lehen und wuchs auf dem Vorderpaunhof auf. 1942 wurde der damals 16-Jährige zum Arbeitsdienst nach Frankreich einberufen. 1945 geriet er in russische Gefangenschaft. Erst im August 1949 kehrte Riesch in seine Heimat zurück. Im Folgejahr heiratete er seine Frau Ursula, die ihm sieben Kinder schenkte. Mit ihr zusammen übernahm er dann das Moar-Anwesen.
Riesch engagierte sich nicht nur in der Schützenkompanie: Er war Mitglied im Pfarrgemeinderat, im Wasserverband und lange Jahre Jagdpächter. Von 1972 bis 1990 saß er im Gemeinderat und brachte sein Fachwissen auch als Waldreferent ein. Er genoss stets die Zeit, die er im Holz und auf den Almen verbringen konnte. Viel Aufmerksamkeit schenkte er auch seiner Familie. Neben den sechs Kindern - Tochter Anna starb 1981 bei einem Verkehrsunfall - hatte Riesch 29 Enkel und zwei Urenkel. (va)