Über den Trauerfall (2)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Wolfgang Sappl, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von Trauer.de Redaktion, München
16.12.2009 um 14:43 Uhr von Merkur /"Ich lebe hier im Paradies. Warum soll ich es verlassen?" So kannten die Menschen Wolfgang Sappl. Ein stets positiver Mensch, der das Leben und die Natur liebte und seine Überzeugungen nicht preisgab - auch wenn es unbequem wurde. Völlig unerwartet wurde der Horthofbauer von Roggersdorf jetzt aus dem Leben gerissen, wenige Monate nach seinem 60. Geburtstag.
Im Landkreis war Sappl vor 30 Jahren ein Vorreiter, als er den 500 Jahre alten Horthof auf ökologische Landwirtschaft umstellte. Als Jagdvorsteher der Jagdgenossenschaft Hartpenning und Sprecher der Jagdgenossenschaften im Landkreis setzte er sich seit 1996 für eine nachhaltige Waldwirtschaft ein und scheute dafür auch Auseinandersetzungen nicht.
Die Achtung vor der Natur war seine Triebfeder. "Der Regenwurm will auch leben", sagte er manchmal. Und so sah man ihn über seine Wiesen gehen und den Ampfer mit der Hand ausreißen. Eine große Leidenschaft war ihm der Wald. Wie Kinder streichelte er kleine Bäumchen und freute sich über natürlichen Aufwuchs.
Seine größte Liebe galt seiner Frau Inge. So konsequent, wie er alle seine Ziele verfolgte, ließ er nicht locker, als er sie in den 70er Jahren kennenlernte. Ein Jahr nach der Hochzeit 1978 übernahm das Paar den Horthof. Vier Kinder kamen zur Welt: Wolfgang, Stefanie, die ein halbes Jahr nach der Geburt starb, Martin-Johannes und Bernadette. Nicht nur in der Familie hinterlässt sein plötzlicher Tod eine schmerzende Wunde. Ein starker Baum, gefällt vom Schicksal. (cmh)
Von Klaus Brosam, Gmund
17.12.2009 um 21:27 Uhr von Merkur /Lieber Sam,
letzte Grüße von deinem Schulkameraden, so kurz nach unserem Klassentreffen.
In tiefer Trauer
Klaus