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Werner Nader

* 06.01.1954
† 15.11.2009
Erstellt von Merkur und TZ

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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Werner Nader, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von Trauer.de Redaktion, München

19.11.2009 um 09:39 Uhr von Merkur /
Wenn die Feuerwehrsirenen ertönten, dann musste auch seine Familie zurückstecken. Denn der Beruf, der auch seine Berufung war, stand für ihn immer an erster Stelle: Werner Nader, Leiter der Fliegerhorstfeuerwehr, ist völlig unerwartet im Alter von 55 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Ihm, dem Hilfsbereitschaft über alles ging, konnte in dieser Situation keiner mehr helfen. Der gebürtige Gröbenzeller wuchs in Gernlinden auf. Schon als Jugendlicher faszinierte ihn die Arbeit der Floriansjünger. Nach seiner Ausbildung zum Starkstromelektriker bei Siemens wurde Werner Nader Feuerwehrmann bei der Berufsfeuerwehr München. "Dann wollte er doch ein bisserl die weite Welt kennenlernen und arbeitete als Fernfahrer", schildert Ehefrau Katharina. 1987 bewarb sich Werner Nader bei der Fliegerhorstfeuerwehr des Flugplatzes Fursty. Erst hat er sich zum Brandmeister und schließlich, Ende der 90er Jahre, bis zum Leiter der dort stationierten Feuerwehr hochgearbeitet. "Er war gleichgestellt mit den Beamten im gehobenen Dienst, doch er war 'nur' Angestellter und stand auch dazu", erinnert sich die Ehefrau. "Er war einfach ein bescheidener Mensch." Bei seinen Kameraden im Fliegerhorst war Werner Nader beliebt und anerkannt. "Er hatte eine sehr menschliche Art und war ein guter Gesprächspartner - einer, der seine Arbeit immer korrekt ausführte, weil sie ihm wichtig war", bestätigt Rainer Pahlow, Wachabteilungsleiter und rechte Hand Naders. Nach dem Umzug nach Adelshofen engagierte sich Nader auch bei der dortigen Wehr. Aus beruflichen Gründen durfte er zwar nicht als Kommandant in Erscheinung treten, wurde stattdessen aber Gruppenführer. "Für die 100-Jahr-Feier hat er sich sogar extra Urlaub genommen, und auch beim Bau des Feuerwehrhauses war es für ihn selbstverständlich, viele ehrenamtliche Arbeitsstunden zu leisten", erinnert sich Tochter Carmen. Da musste dann auch der Weg warten, der ums eigene Haus herum gepflastert werden sollte, bestätigt die Ehefrau. Bei aller Liebe zu seinem Beruf war Werner Nader aber auch ein richtiger Familienmensch. An seinen beiden Töchtern Carmen und Sandi sowie den beiden Enkeln hatte er immer eine Freude. Nicht nur bei der Feuerwehr, auch in seiner Rolle als Familienvater war auf Nader immer Verlass. "Er war zuverlässig und liebevoll, hat die Natur genossen und sich sportlich fit gehalten, um ein Vorbild für seine Kameraden zu sein", sagt die Ehefrau. Am heutigen Donnerstag müssen alle Abschied von ihm nehmen: die Familie, die Feuerwehrler aus Fursty und die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Adelshofen.