Profilbild Thomas Langhoff

Thomas Langhoff

* 08.04.1938
† 18.02.2012
Erstellt von Merkur und TZ

1.478 Besuche

Freunde auf diese Seite einladen

Ein Mann, der einen Gedenkbaum pflanzt

Pflanzen Sie einen Gedenkbaum für Thomas Langhoff

Spenden Sie eine besondere Form von Trost und Beileid: Lassen Sie einen Gedenkbaum in einem regionalen Waldgebiet pflanzen.

Neueste Einträge (5)

Your browser does not support the webp format

Gedenkkerze

Jana

Entzündet am 30.05.2012 um 12:00 Uhr
Your browser does not support the webp format

Gedenkkerze

h.almeida0000@gmail.com

Entzündet am 04.03.2012 um 12:00 Uhr

interested

Your browser does not support the webp format

Gedenkkerze

h.almeida0000@gmail.com

Entzündet am 04.03.2012 um 12:00 Uhr

interested

Your browser does not support the webp format

Gedenkkerze

Anka

Entzündet am 24.02.2012 um 12:00 Uhr

Ein Visionär, unvergessen! Danke

Von trauer.de Redaktion, München

21.02.2012 um 08:47 Uhr von Merkur /
Thomas Langhoff ist tot. Der langjährige Intendant des Deutschen Theaters in Berlin galt als einer der wichtigsten Regisseure im deutschsprachigen Raum. Wie das Berliner Ensemble mitteilte, verstarb Langhoff am 18. Februar 2012 im Alter von 73 Jahren in Berlin. Das Regie-Gen lag Langhoff quasi im Blut. Schon sein Vater Wolfgang arbeitete in diesem Beruf. Das Licht der Welt erblickte die deutsche Theaterlegende am 8. April 1938 in Zürich in der Schweiz. Dort lebten Wolfgang und seine Frau Renate im Exil. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte die Familie nach Deutschland zurück. Seit 1948 lebte Thomas Langhoff in Berlin, bis zur Wende als Bürger der DDR. An der Theaterhochschule Leipzig studierte Langhoff das Schauspiel. Von 1963 bis 1971 stand er für das Hans Otto Theater in Potsdam auf der Bühne, danach führte ihn sein Weg zum DDR-Fernsehen. Sein Stern als Regisseur ging 1977 auf, als er für das Maxim-Gorki-Theater in Berlin das Stück "Einsame Menschen" inszenierte. Fortan schrieb Langhoff deutsche Theatergeschichte. Schnitzlers Drama "Der einsame Weg", "Die Jüdin von Toledo" nach Grillparzer, Volker Brauns "Übergangsgesellschaft", Schillers "Maria Stuart" (1980), Shakespeares "Kaufmann von Venedig" (1985), Hauptmanns "Der Biberpelz" und "Der zerbrochene Krug" von Heinrich von Kleist (1990) gehören zu den unbestrittenen Höhepunkten seiner Karriere. Seit den frühen 80er-Jahren arbeitete Langhoff praktisch an allen bedeutenden Bühnen im deutschsprachigen Raum. 1991 übernahm er das Deutsche Theater in Berlin als Intendant - mit großem Erfolg: Bereits nach dem ersten Jahr unter seiner Leitung wählten die Kritiker die Bühne zum "Theater des Jahres". Langhoff blieb bis 2001 Intendant. In dieser Zeit sammelte der viel-dekorierte Regisseur vier bedeutende Preise: 1992 die Josef-Kainz-Medaille, 1994 den Friedrich-Luft-Preis, 1995 den Verdienstorden des Landes Berlin und 1997 den Berliner Bär (B.Z.-Kulturpreis). 2010 folgte der Berliner Kunstpreis. Seine letzte Inszenierung, Tschechows "Kirschgarten", stand noch an seinem Todestag auf dem Spielplan des Berliner Ensembles.