Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Sari Barabas, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von trauer.de Redaktion, München
18.04.2012 um 16:01 Uhr von Merkur /Die ungarisch-deutsche ehemalige Opernsängerin Sari Barabas ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Wie Staatstheater am Gärtnerplatz in München bekannt gab, verstarb die beliebte Diva am 16. April 2012 in München an den Folgen eines Schlaganfalls.
Barabas bleibt vor allem als "Cardasfürstin" in der gleichnamigen Operette von Emmerich Kalmans und als Hanna Glawari in "Die lustige Witwe" unvergessen. Die am 14. März 1914 in Budapest geborene Operndiva stand 1998 im Alter von 85 Jahren noch auf der Bühne: Sie gab als Fürstin Anhilte in ihrem Paradestück "Die Cardasfürstin" noch einmal eine Sprechrolle, mit der sie sich endgültig von der Bühne verabschiedete.
Barabas begann ihre Karriere bereits im Alter von sieben Jahren als Balletttänzerin. Ein schwerer Unfall beendete jedoch ihre Laufbahn, weshalb sie sich dem Gesang zuwandte. Nach ihrem Gesangsstudium in Budapest feierte sie als 25-Jährige ihre Bühnenpremiere als Gilda in Giuseppe Verdis Oper Rigoletto am Stadttheater der ungarischen Hauptstadt. Seitdem war Barabas auf allen wichtigen europäischen und amerikanischen Opernbühnen zuhause, so beispielsweise in New York, San Francisco oder Florenz.
Auch die Filmbranche wurde auf die Sängerin aufmerksam: 1951 spielte sie in der Operetten-Verfilmung "Die Dubarry" die Titelrolle an der Seite von Willi Fritsch. Ursprünglich beendete die Ungarn-Deutsche ihre Karriere im Jahr 1978 mit der Hauptrolle in dem Broadway-Musical "Hello, Dolly!" am Staatstheater am Münchner Gärtnerplatz - bis zu ihrem Kurz-Comeback 1998.
Barabas, die seit 1956 in zweiter Ehe mit ihrem 1991 verstorbenen Bühnen-Kollegen Franz Klarwein verheiratet war, wurde für ihre Verdienste für das Theater am Gärtnerplatz 1999 von Bayerns Kunstminister Hans Zehetmair zum Ehrenmitglied des Theaters ernannt. 2002 erhielt sie den Bayerischen Verdienstorden.