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Rudolf Mörtl

* 04.07.1925
† 09.04.2011
Erstellt von Merkur und TZ

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Gedenkkerze

Peter Seidl

Entzündet am 22.04.2022 um 01:06 Uhr

Mein liebster Lehrer in meiner Erinnerung. Sein feinsinniger Geist und liebenswerter Gesichtsausdruck waren für mich prägend. Ich bin so froh, bei ihm Schüler gewesen zu sein. Ein sehr wertvoller Mensch.

MERKUR & TZ

vom 05.03.2012

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vom 07.05.2011

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vom 30.04.2011

Von trauer.de Redaktion, München

18.04.2011 um 22:28 Uhr von Merkur /
Er war einer der Väter des Anschlusses Geltings an Geretsried im Jahr 1978. Der langjährige Zweite Bürgermeister des bis dato selbstständigen Dorfs und spätere Geretsrieder Vizebürgermeister Rudolf Mörtl ist tot. Er schied am Samstag im Alter von 85 Jahren aus dem Leben. Nach Auskunft seines Sohnes war er am Freitag wegen starker Schmerzen - Mörtl litt an Krebs - ins Krankenhaus gebracht worden. Dort stürzte er unglücklich und verstarb auf der Intensivstation. Ehefrau Aloisia hatte ihren Mann in den Monaten zuvor liebevoll zuhause gepflegt. Im Juli 1925 wurde Rudolf Mörtl in Lanz im Egerland geboren. Mit 18 Jahren musste er seine Heimat verlassen, um in den Krieg zu ziehen. Seine Familie, die vertrieben wurde, fand er 1946 in der Oberpfalz wieder. Der junge Mann holte sein Abitur nach, studierte in Bamberg Lehramt und kam 1954 mit seiner Frau als Dorflehrer nach Gelting. Gemeinsam mit zwei Kollegen gab er acht Klassen schichtweise Unterricht - in nur zwei Zimmern. Ab 1960 engagierte Mörtl sich politisch, zunächst im Geltinger Gemeinderat. Von 1966 bis 1978 war der Freie Wähler die rechte Hand von Bürgermeister Johann Pfattrisch. Gemeinsam mit ihm und dem Geretsrieder Bürgermeister Heinz Schneider setzte Mörtl sich 1978 bei der Gebietsreform für den Zusammenschluss Geltings mit Geretsried ein. Im Geretsrieder Stadtrat saß Mörtl dann von 1978 bis 1996 für die CSU, ab 1984 als Zweiter Bürgermeister. Er machte sich für den Bau des Sportplatzes, der Turnhalle und des Kindergartens in Gelting stark. Für seinen unermüdlichen Einsatz über 36 Jahre hinweg wurde ihm 1998 der Ehrenring der Stadt Geretsried verliehen. Politische Macht strebte der loyale und bescheidene Stellvertreter nie an. Zu sehr liebte er seinen Beruf als Lehrer. Nach der Auflösung der Geltinger Schule wechselte der geschätzte Pädagoge nach Waldram. Dort war er von 1972 bis 1979 Konrektor. Danach leitete er bis zu seinem Ruhestand acht Jahre lang die Isardamm-Grundschule. Als Dorflehrer ist man fast automatisch dazu ausersehen, in der Kirche die Orgel zu spielen. Musikalisch wie er war, erfüllte Mörtl diese Aufgabe mit Freuden - und das 50 Jahre lang. Weil er auch gerne sang, gründete er den Geltinger Kirchenchor. Überdies war der Egerländer Ortsvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft. "Wir verlieren einen großartigen Menschen", sagt Franz Wirtensohn. Für ihn war der Verstorbene eine Art politischer Ziehvater. Wirtensohn erinnert sich noch genau, als Mörtl ihn 1991 beim Aufbauen eines Feldaltars für die 1400-Jahr-Feier Geltings fragte, ob er sein Nachfolger im Stadtrat werden wolle. Wirtensohn fühlte sich geehrt und wurde 1996 auch prompt gewählt. "Der Rudi" habe ihm immer zur Seite gestanden bei schwierigen Entscheidungen, sagt Wirtensohn. Im Ruhestand widmete Rudolf Mörtl sich am liebsten der Gartenarbeit. Er genoss es, endlich mehr Zeit verbringen zu können mit seiner Familie - seiner Ehefrau, den beiden erwachsenen Kindern und den zwei Enkelkindern, die sein ganzer Stolz waren.
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