Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Roselie Helga Lina Zech, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von trauer.de Redaktion, München
01.09.2011 um 18:15 Uhr von Merkur /
Als gestrenge Mutter Oberin in der ARD-Serie 'Um Himmels Willen' war Rosel Zech ein fester und beliebter Bestandteil der deutschen Fernsehlandschaft. Doch in der elften Staffel konnte die am 7. Juli in Berlin geborene Theater- und Filmschauspielerin bereits wegen eines Knochenkrebsleidens nicht mehr mitwirken. Am 31. August 2011 ist die unter dem Namen Roselie Helga Lina Zech geborene Berlinerin nun in in ihrer Heimatstadt im Alter von 71 Jahren der Krankheit erlegen. Zech wuchs zunächst im niedersächsischen Hoya auf. Doch schon im Alter von 20 Jahren führte sie die Schauspielerei nach Niederbayern. In Landshut erhielt sie 1962 am Südostbayerischen Städtetheater ihr erstes Engagement. Ihre Schauspielkarriere führte sie durch zahlreiche andere Theaterhäuser der Republik, unter anderem in Wuppertal, Stuttgart, Bochum, Hamburg, München und ihrer Geburtsstadt Berlin. Auch in Schweizer Häusern in Biel und Winterthur spielte sie einige Rollen. Zuletzt war sie unter anderem im Rahmen der Luisenburg-Festspiele in dem Theaterstück Mutter Courage als Anna Fierling auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zu sehen. Zechs Film- und Fernsehkarriere begann im Jahr 1970 und machte sie im Laufe der Zeit zu einer der bekanntesten Schauspielerinnen des deutschsprachigen Films. Ihre Wandlungsfähigkeit und Ausdrucksstärke verschafften ihr nicht nur zahlreiche verschiedene Rollen. Für ihre darstellerischen Leistungen wurde die in Berlin lebende Schauspielerin auch vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Darstellerpreis, dem Bayerischen Filmpreis und dem Bayerischen Verdienstorden. Ihr Debüt vor der Kamera gab sie 1970 in dem Fernsehfilm 'Der Pott'. Drei Jahre später lernte sie bei den Dreharbeiten zu 'Die Zärtlichkeit der Wölfe' den Regisseur kennen, der sie neben Peter Zadek wohl am meisten geprägt hatte: Rainer Werner Fassbinder. Es folgten unter anderem Rollen in den Fassbinder-Filmen 'Lola' und 'Die Sehnsucht der Veronika Voss'. Auch international machte sich Zech einen Namen. So spielte sie in Percy Adlons 'Salmonberries' an der Seite von k.d. lang und wurde damit auch über die deutschen Grenzen hinaus bekannt. Darüber hinaus wirkte die Berlinerin an deutschen Kinoproduktionen wie Aimée und Jaguar, Väter, Anatomie 2 oder Kammerflimmern mit. Ab den frühen 80er-Jahren konzentrierte sich Zech auch verstärkt auf Fernsehproduktionen und war in zahlreichen Serien wie 'Tatort' oder 'Der Alte' zu sehen. Wie Juliane Lorenz, die Geschäftsführerin der Rainer Werner Fassbinder Foundation und Freundin von Zech, mitteilte, sei die 69-Jährige 'aufrecht und sehr bewusst in den Tod gegangen und sie hat gekämpft' - ganz so, wie das Publikum sie oft auch als Schauspielerin kennen gelernt hat.