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Roland Brich

* 28.08.1930
† 09.12.2016
Erstellt von Merkur und TZ
Angelegt am 13.12.2016
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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Roland Brich, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Ein Architekt der ersten Stunde

13.12.2016 um 10:52 Uhr von Merkur /

Ex-Stadtrat Roland Brich ist mit 86 Jahren gestorben

 

Geretsried – Der Bau der so genannten Lorenz-Siedlung in den 1950er Jahren war sein erster Auftrag. Danach plante er unzählige Gebäude in Geretsried und Umgebung. Roland Brich war ein Architekt der ersten Stunde. Auch als Stadtrat arbeitete er am Aufbau des jungen Gemeinwesens mit. Am 9. Dezember ist er mit 86 Jahren gestorben.

Roland Brich kam am 28. August 1930 in Tachau zur Welt und lebte später in Karlsbad. Obwohl er aus einer echten Lehrerfamilie stammte, wollte er nie Pädagoge werden. In jungen Jahren begeisterte er sich für die Archäologie. Am Ende fing er als Geselle in der Holzindustrie an und studierte danach Bauingenieurwesen.

Nach Bayern verschlug es Brich mit 16 Jahren. 1946 kam er als Heimatvertriebener in Gelting an – „mit 42 Kilogramm Lebendgewicht und sieben Mark in der Tasche“, so hat er einmal erzählt. 1953 machte er sich als Architekt selbstständig. Seine ersten Entwürfe zeichnete er noch am Küchentisch. Mit Geretsrieds Aufbau florierte auch Brichs Geschäft. Zeitweise beschäftigte sein Büro bis zu 14 Mitarbeiter.

Darüber hinaus engagierte sich der Architekt in mehr als zwei Dutzend Vereinen. Er war Mitbegründer der Egerländer Gmoi und stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Geretsrieder Heimatmuseum. In dieser Funktion setzte er sich vehement für einen Neubau ein. 1982 zog Brich für die CSU in den Stadtrat ein. Ab 1990 war er auch Kulturreferent. Nach umstrittenen Äußerungen in der Debatte um die Umbenennung der Kolbenheyerstraße geriet Brich unter Druck. Anfang 2000 legte er aus gesundheitlichen Gründen seine Ämter nieder und zog sich ins Privatleben zurück.

Brich war in zweiter Ehe verheiratet und hat drei Töchter. In ihrer Traueranzeige schreibt die Familie: „Untröstlich sind wir, dass du nicht mehr bei uns bist, und doch müssen wir froh sein, dass dein Leiden zu Ende ist.“ Die Trauerfeier findet am Mittwoch, 14. Dezember, um 10 Uhr auf dem Geretsrieder Waldfriedhof statt.         sas