Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Robert Dietrich, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von trauer.de Redaktion, München
10.09.2011 um 08:56 Uhr von Merkur /Eine Tragödie erschütterte am 7. September die Eishockeywelt: Der deutsche Eishockey-Nationalverteidiger Robert Dietrich ist gemeinsam mit der gesamten Mannschaft von Lokomotive Jaroslawl bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Der am 25. Juli 1986 im kasachischen Ordschonikidse geborene Dietrich wurde nur 25 Jahre alt. Die Mannschaft von Lokomotive Jaroslawl war auf dem Weg nach Minsk zum ersten Saisonspiel in der russischen Eishockey-Liga KHL, als das Flugzeug beim Start außer Kontrolle geriet und abstürzte. Zusammen mit Dietrich starben 35 andere Menschen, darunter zahlreiche internationale Eishockey-Stars wie Pavol Demitra, Ruslan Salej und Josef Vasicek.
Dietrich begann im Alter von fünf Jahren bei seinem Heimatverein ESV Kaufbeuren mit dem Eishockeyspielen. Dort durchlief er den Großteil der Jugendabteilung, ehe er 2002/03 zu den Jungadlern Mannheim wechselte. Für die Nachwuchsmannschaft der Adler Mannheim bestritt er fortan die Spiele in Deutschlands höchster Nachwuchs-Spielklasse, der DNL. Nur ein Jahr später gelang ihm beim TSV Peiting der Durchbruch. Es folgten weitere Stationen beim ETC Crimmitschau und den Straubing Tigers. In Niederbayern wurde er mit einer Förderlizenz für die in der DEL aktiven Düsseldorf Metro Stars ausgestattet. Außerdem schaffte er den Sprung in die U20-Nationalmannschaft.
2005/06 schaffte er mit den Straubinger Zweitligisten den Aufstieg in die DEL und bestritt bereits einige wenige Partien in Düsseldorf. Zur Saison 2006/07 wechselte er schließlich fest nach Düsseldorf. Dort überzeugte er auch die Späher aus Übersee. Dietrich wurde vom NHL-Club Nashville Predators beim alljährlichen Draft, bei dem sich die amerikanischen Profiteams die Transferrechte an den besten Nachwuchsspielern sichern, an 174. Position gezogen. Über dem großen Teich wurde Dietrich aber nicht glücklich. 2008/09 wechselte er zwar zu den Predators, kam aber nur in deren unterklassigem Ausbildungsteam Milwaukee Admirals zum Einsatz.
Im Sommer 2010 kehrte er deshalb nach Deutschland zurück und unterzeichnete einen bis 2013 gültigen Vertrag bei den Adler Mannheim. Im Juni 2011 löste er den Vertrag jedoch auf und wechselte in die KHL nach Jaroslawl. Dietrich war auch Mitglied der deutschen Nationalmannschaft, die bei der WM 2010 im eigenen Land mit einem vierten Platz für Furore und - in Anlehnung an die Fußball-Nationalmannschaft - das "Deutsche Wintermärchen" sorgte.