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Reinhard Graf

* 18.08.1949
† 03.10.2010
Erstellt von Merkur und TZ

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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Reinhard Graf, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von Trauer.de Redaktion, München

21.10.2010 um 11:07 Uhr von Merkur /
Geselliger Gardefreund war Bindeglied zwischen den Ortsvereinen Er prägte das Vereinsleben seines Heimatort entscheidend mit: Vor kurzem ist Reinhard Graf im Alter von 61 Jahren an einem Krebsleiden gestorben. Der gebürtige Estinger interessierte sich schon früh für die Aktivitäten im Nachbarort Gernlinden - besonders der Fanfarenzug hatte es ihm angetan. "Mein Mann wurde bereits 1961 als Jugendlicher Mitglied im Fanfarenzug und war später auch rund zwei Jahrzehnte lang Vorsitzender des Vereins", erzählt Ehefrau Elisabeth Graf. 1970 kamen die beiden sich näher: "Er war Faschingsprinz, ich tanzte als Gardemädchen, und wir lernten uns bei einem Auftritt kennen", erinnert sich die Ehefrau. Ein Jahr später wurde geheiratet. Das Paar bekam drei Kinder, Thomas, Kathrin und Matthias. Die wiederum schenkten den stolzen Großeltern drei Enkelkinder. Reinhard Graf engagierte sich nicht nur im Fanfarenzug: Lange Jahre war er Vorstandsmitglied im Ortskartell und Vorsitzender des Faschingszugkommitees. Seine Frau beschreibt ihn als sehr gesellig und als jemand, der gerne das Heft der Organisation in die Hand nahm. Nach der Volksschule lernte Graf bei der Estinger Firma Hagn den Beruf des Kfz-Mechanikers und arbeitete sich später im Autohaus Späth bis zum Meister hoch. 1981 machte er sich selbständig. Von diesem Zeitpunkt an hieß das Autohaus in Gernlinden "Späth und Graf". Ab 1990 arbeitete er 18 Jahre im Reifenhaus Schwarz in Gröbenzell als Kfz-Meister und Werkstattleiter. "Mit ihm verlieren wir einen langjährigen geschätzten Mitarbeiter und Kollegen", brachte die Geschäftsleitung und Belegschaft ihre Trauer zum Ausdruck. Im Frühjahr 2009 erhielt Reinhard Graf die niederschmetternde Diagnose: Nierentumor. Trotz Operation und Chemotherapie blieb er optimistisch. "Sein Lebensmut war ungebrochen, er klammerte sich an jeden Strohhalm und nahm auch an einer Versuchsstudie teil", schildert Elisabeth Graf die letzten Monate. So lange es ging, pflegte ihr Mann auch seine Hobbies. Ob beim Kegeln mit Freunden aus Gardezeiten oder mit seiner Stammtischrunde, die einmal im Monat zum Landkreis-Wirtshaustest aufbrach: Reinhard Graf war immer gerne dabei. "Zuhause widmete er sich seiner Modelleisenbahn und hat damit seine Enkelkinder sehr begeistert", erzählt die Ehefrau. Auch beim Bau des Ortskartell-Gerätehauses, das heuer eingeweiht wurde, half er, solange es seine Gesundheit zuließ. Reinhard Graf, das bestätigen seinen Vereinskollegen, wird als jemand in Erinnerung bleiben, der den Zusammenhalt förderte und wichtiges Bindeglied zwischen den Ortsvereinen war. ak