Peter Sindlhauser

Peter Sindlhauser

* 08.02.1923
† 19.03.2013
Erstellt von Merkur und TZ
Angelegt am 21.03.2013
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Benediktbeuern trauert um eine Institution

21.03.2013 um 10:54 Uhr von Merkur und

 

Benediktbeuern – Vor fünf Wochen feierte er noch voller Stolz seinen 90. Geburtstag. Am Dienstag nun hat Peter Sindlhauser für immer die Augen geschlossen. Der Austragsbauer vom Abrahamhof in Benediktbeuern starb im Penzberger Krankenhaus.

Sindlhauser hat sich in seinem Leben auf vielfältige Weise für sein Dorf eingesetzt und wurde durch zahlreiche Engagements überregional bekannt. Er kämpfte lange für die Rechte der Bauern im Bergwald, saß 22 Jahre im Gemeinderat und engagierte sich jahrzehntelang in den Vorstandschaften vom örtlichen Bauernverband, bei der Molkerei Penzberg, bei den Veteranen sowie im Wasser- und Bodenverband. Persönlich war ihm die Historie ein großes Anliegen: Sindlhauser schrieb drei Bücher über das Klosterdorf und seine Geschichte. In vielen Aktenordnern hat er zu Hause die Entwicklung des Dorfs, aber auch der Geologie rund um Benediktbeuern festgehalten.

„Peter Sindlhauser war eine Institution im Dorf“, würdigt Bürgermeister Georg Rauchenberger den Verstorbenen. Noch im hohen Alter habe er sich aktiv an den Planungen fürs Heimatmuseum beteiligt. „Es ist unersetzlich, wie Peter Sindlhauser sein Wissen aufgezeichnet und weitergegeben hat. Das ist sehr wertvoll.“

Der lebenslustige Landwirt stand 42 Jahre an der Spitze der Haberer und begleitete als Hochzeitslader mehr als 480 Ehepaare vor den Traualtar. Er selbst hatte 1951 Ottilie Maier geheiratet, die 2009 verstarb. Aus der Ehe gingen drei Söhne und zwei Töchter hervor, mittlerweile ist die Familie um elf Enkel und zwei Urenkel gewachsen. „Viel Jugend um sich herum hält im Alter fit“, sagte Sindlhauser an seinem 85. Geburtstag.

Der Austragsbauer war bis ins hohe Alter gerne mit den Urlaubsgästen auf dem Abrahamhof unterwegs und erklärte ihnen die Natur. Selbst reiste er auch gerne, am liebsten auf dem Schiff. Die Seefahrt hatte ihn schon früh fasziniert, deshalb meldete er sich im Krieg freiwillig bei der Marine und kam, wie er selbst sagte, „ohne einen Kratzer“ wieder in die Heimat zurück. Dort warteten noch viele andere Aufgaben auf ihn – jetzt hat er sie vollbracht.

Gedenkkerze

MerkurTZ.Trauer.de

Entzündet am 21.03.2013 um 08:06 Uhr

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