Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Peter Carsten, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von trauer.de Redaktion, München
25.04.2012 um 13:07 Uhr von Merkur /Peter Carsten ist tot. Der Schauspieler machte sich in den 50er-Jahren als Obergefreiter Kowalski in den "08/15"-Filmen einen Namen. Am 20. April 2012 - zehn Tage vor seinem 84. Geburtstag - verstarb er im slowenischen Lucija. Der deutsche Schauspieler lebte zuletzt mit seiner slowenischen Frau Lilijana in deren Heimatland in dem an der Adriaküste gelegenen Städtchen Piran.
Der am 30. April 1928 im bayerischen Weißenburg geborene Carsten hieß mit bürgerlichem Namen Peter Ramsentaler. Bevor er eine Schauspielkarriere einschlug, machte er zunächst eine Banklehre. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg nahm Carsten Schauspielunterricht. Sein erstes Bühnenengagement erhielt er 1948 am Jungen Theater Hannover.
In München wurde er schließlich von dem polnischen Filmproduzenten Artur "Atze" Brauner für den Film entdeckt. Sein Spielfilmdebüt gab er 1953 in "Der unsterbliche Lump". Der große Durchbruch gelang ihm zwei Jahre später in den drei "08/15"-Filmen nach Hans Hellmut Kirst. Seine Rolle als Obergefreiter Kowalski öffnete ihm die Tür zu weiteren Uniformrollen, unter anderem in dem Kino-Klassiker "Hunde, wollt ihr ewig leben" oder in internationalen Produktionen wie "Die große blaue Straße" mit Yves Montand oder "Katanga" mit Rod Taylor.
Dass er ein vielseitiger Darsteller war, bewies Carsten beispielweise an der Seite von Heinz Erhardt in der Komödie "Drillinge an Bord" oder gemeinsam mit Romy Schneider in der Romantikkomödie "Scampolo". Er erhielt zahlreiche Rollen in britischen, italienischen und französischen Filmproduktionen, sowie später auch im damaligen Jugoslawien, wohin er in den 70er-Jahren übersiedelte. Außerdem war der erfolgreiche Darsteller ein gern gesehener Gast in Fernsehserien wie "Der Kommissar", "Forsthaus Falkenau" oder "Ein Schloss am Wörthersee".