Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Peter Baier, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von Trauer.de Redaktion, München
20.04.2010 um 14:56 Uhr von Merkur /Völlig überraschend ist kürzlich Peter Baier, ehemaliger Feuerwehrkommandant, im Alter von 62 Jahren verstorben. In der Nacht zum Sonntag hatte er einen Herzstillstand. Der Verstorbene hinterlässt drei Söhne und zwei Enkelkinder.
Doch nicht nur in der Familie, auch im Gemeindeleben hinterlässt der Verstorbene eine große Lücke. Der gebürtige Bernrieder (Oberpfalz) fügte sich nach seinem Umzug im Jahr 1971 nach Althegnenberg schnell ins Ortsleben ein. Von 1984 bis 2002 saß Baier im Gemeinderat. "Seine Kompetenz und Sachlichkeit, seine Bodenständigkeit und sein menschliches Wirken wurden von allen, vor allem aber auch von der Jugend, geschätzt und anerkannt", betonte Bürgermeister Reiner Dunkel in seiner Trauerrede. Ein engagierter Bürger, auf den mit seiner ruhigen und gelassenen Art stets Verlass war, sei er gewesen, betonte der Rathauschef. Und: "Er hatte immer ein Schmunzeln im Gesicht, er hat eigentlich immer gelächelt."
Als Feuerwehrmann mit Leib und Seele betreute Peter Baier das Referat Feuer- und Zivilschutz. 24 Jahre lang war er erster Kommandant der Althegnenberger Einsatzkräfte. Außerdem war Peter Baier 15 Jahre lang Mitglied in der Kirchenverwaltung und setzte sich in dieser Zeit immer engagiert für die Belange der Kirchengemeinde ein. "Durch sein handwerkliches Geschick hat er sich beim Bau des Pfarrheims große Verdienste erwiesen, und auch sein unermüdlicher Einsatz bei Veranstaltungen zeichnete ihn aus", betonte Pfarrer Franz Kratzel in seiner Predigt.
Bereits vor elf Jahren hatte Peter Baier einen Herzinfarkt erlitten. "Bei der Verlegung in eine andere Klinik verunglückte der Rettungswagen, doch er hatte Glück und trug keine inneren Verletzungen davon, denn die hätte er wohl nicht überlebt", erinnert sich Ehefrau Christine. Seit seinem Schlaganfall vor vier Jahren musste Peter Baier, der handwerklich immer geschickt mit anpackte, kürzer treten - unter anderem konnte beim Hausbau des Sohnes nicht so mitwerkeln, wie er es gerne getan hätte. "Das hat ihn arg mitgenommen, und es war ihm gar nicht recht, dass er sich bei manchen Dingen hat helfen lassen müssen", schildert Christine Baier. Seit knapp 39 Jahren war sie mit ihrem Peter verheiratet.
Der gelernte Landwirt schulte zweimal um: erst zum Schlosser und später im Brucker Fliegerhorst zum Triebwerkmechaniker. "Zu arbeiten war einfach sein Ding, das hat ihn immer erfüllt und ihm einfach Spaß gemacht", sagt die Ehefrau. Er hielt Haus und Garten in Schuss, renovierte hier und bastelte da, kochte gerne und gut. Wie die Ehefrau betont, gönnte sich ihr Mann nur wenige Auszeiten vom liebgewonnenen Alltag. "Mit seinen Bulldog-Freunden vom Oldie-Verein traf er sich regelmäßig und er ging auch gern zum Stammtisch ins Sportzentrum zum Ratschen", erzählt Christine Baier. Familie und eine große Trauergemeinde nahmen bei der Beerdigung von dem engagierten und beliebten Mitbürger Abschied.
Angi Kiener