Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Peta von Mauntz, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau
30.10.2006 um 20:11 Uhr von Merkur /Bis zuletzt vermied es die durchaus noch rüstige Seniorin, in ein Altenheim zu ziehen - sie lebte lieber bei ihrer Nichte Eva Ensslin und deren Mann Johannes in Hohenschäftlarn. Die Geborgenheit eines familiären Umfelds - ein Grund dafür, dass Peta von Mauntz dieses hohe Alter erleben und genießen durfte.
Von gesundheitlichen Beschwerden blieb Peta von Mauntz, die am 7. März 1896 in Berlin zur Welt kam, weitgehend verschont. Wenn sie ins Erzählen kam, erinnerte sie sich gern an ihre Jugendzeit mit ihren sieben Geschwistern, an Kaiser Wilhelm II., die Zeit als Lazarettschwester im Ersten Weltkrieg oder die spätere Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme.
Die Hochzeit mit Heinrich von Mauntz führte die Berlinerin nach Schäftlarn, ihr Mann wohnte im "Fischerschlößl". Der Bau und die Leitung zweier gynäkologischer Kliniken riefen Peta von Mauntz jedoch zurück nach Berlin und, als die Nazis die Kliniken enteigneten, nach Itzehoe. Erst ihren Altersruhestand verbrachte Peta von Mauntz wieder in Hohenschäftlarn, wo sie sich bei Café-Besuchen gern eine Kugel Vanilleeis gönnte - oder einfach nur mit ihren Verwandten im Garten saß. (mbe)
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