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Max Wolpert

* 11.08.1909
† 18.04.2010
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Von Trauer.de Redaktion, München

23.04.2010 um 10:26 Uhr von Merkur /
Sein Beruf war die Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit, sein Herz aber gehörte Zeit seines Lebens der Musik, speziell jener, die mit der Königin der Instrumente, der Orgel, dargebracht wird: Im begnadeten Alter von 100 Jahren starb jetzt der frühere Direktor des Amtsgerichts Garmisch-Partenkirchen, Max Wolpert. Musik war schon immer ein unabdingbarer Bestandteil in seinem Leben. Noch an seinem 100. Geburtstag, den er am 11. August 2009 hatte feiern können, erzählte er, dass er bereits mit sechs Jahren in seinem Geburtsort Wolfratshausen ersten Klavierunterricht erhalten hatte. Während der Schulzeit im Kloster Schäftlarn wagte er sogar schon Kompositionen, unter ihnen auch eine Messe. Nachdem er in Ettal das Abitur gemacht hatte, schlug er der Familientradition folgend die Juristenlaufbahn ein und die klingende Muse wurde zum Hobby. Nach dem Studium fing er 1939 am Amtsgericht Augsburg an, wurde aber ein Jahr später Soldat. 1950 kam er dann als Richter nach Garmisch-Partenkirchen - das seine zweite Heimat wurde. Übers gemeinsame Musizieren hatte er seine Frau Gisela, Geigerin bei den Münchner Philharmonikern, kennengelernt. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, die ihm sechs Enkel und drei Urenkel schenkten. Am Amtsgericht wurde Wolpert schließlich 1969 Direktor. Dies blieb er bis zum 31. August 1974. Sowohl Max als auch Gisela Wolpert hatten aber auch hier ihre musikalischen Betätigungsfelder gefunden: Sie arbeitete als weitum bekannte Violinlehrerin, er spielte die Orgel in St. Anton, wo gleichzeitig Martin Fanderl die renommierte Chorgemeinschaft übernommen hatte. 43 Jahre lang war Wolpert Organist der Wallfahrtskirche und als er 2004 im Alter von 94 Jahren aufhörte, lobte der neue Chorleiter Thomas Näbauer vor allem die fantasievollen Improvisationen an Wolperts Stil, "die Faszination der romantischen Harmonien". Neben der Musik hatte Wolpert auch die Sternenkunde, das Garteln und vor allem Reisen in ferne Länder im Sinn. Dennoch blieb die Musik immer der Mittelpunkt seines Lebens und selbst am 100. Geburtstag gab er im Kreis der Familie noch ein Ständchen am Klavier. (wk)

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