Pflanzen Sie einen Gedenkbaum für Mathilde Auer
Spenden Sie eine besondere Form von Trost und Beileid: Lassen Sie einen Gedenkbaum in einem regionalen Waldgebiet pflanzen.
Neueste Einträge (1)
Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau
10.11.2006 um 17:45 Uhr von Merkur /Damals zur Hochzeit läuteten noch die alten Bronzeglocken. Zu gern hätte die "Auer Mam" noch St. Katharina nach den Stahlglocken, die Anfang der 50er Jahre kamen und jetzt abgehängt wurden, im neuen Glockenklang hören wollen. Das blieb der treuen Gottesdienstbesucherin verwehrt. Ihr Leben war geprägt durch die Liebe ihrer Familie, Hilfsbereitschaft und Fürsorge.
Viele Generationen Kinder hat die "Auer Mam" als Hausmeisterin an der Grund- und Hauptschule in Garching begleitet. Nach dem Krieg übernahmen Georg und Mathilde Auer diesen Dienst. 1971 ging Vater Auer mit 65 Jahren in Rente, die "Auer Mam", zehn Jahre jünger, aber blieb. Sie war sehr beliebt bei den Schülern. Da wurde dem Hausmeisternachfolger, der bei Streichen der Kinder schnell zum Rektor rannte, schon mal gern die Luft aus dem Fahrradreifen gelassen, während das Radl der "Auer Mam" gleich daneben selbstverständlich verschont blieb.
Auch, als Mathilde Auer schon längst pensioniert war, dauerte der Einkaufs-Spaziergang im Ort immer lange. "Kennen sie mich noch, Frau Auer?" waren häufige Fragen von Erwachsenen, die sie einst als Schüler betreute.
Reich war auch ihre eigene Kinderzahl. Von acht Kindern starben zwei früh. "Tapfer ertragen" habe sie ihr manches Mal auch anstrengendes Leben, sagt ihr jüngster Sohn Gerhard. Zu den sechs Kindern kamen vier Enkel und zwei Urenkel.
Ungewöhnlich ist auch, dass die "Auer Mam" gleich zweimal Zwillinge bekam. 1945, ein paar Tage nach dem Krieg kamen zweieiige Zwillinge auf die Welt. Hart war das Leben damals mit der Großfamilie, die dann schon vier Kinder zählte. Zehn Jahre später meldete sich nochmals Nachwuchs an: Die Brüder Heinz und Gerhard Auer wurden geboren. Sie kümmerten sich zuletzt besonders intensiv um die nun pflegebedürftige Mutter. Jetzt hat sie der Herrgott zu sich geholt. (agm)