Profilbild Martin Sigl

Martin Sigl

* 03.05.1930
† 08.12.2009
Erstellt von Merkur und TZ

4.482 Besuche

Freunde auf diese Seite einladen

Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Martin Sigl, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von Trauer.de Redaktion, München

08.12.2009 um 14:26 Uhr von Merkur /
Martin Sigl, Glonns Altbürgermeister und Ehrenbürger, ist tot. Er starb am Dienstag, 8. Dezember, im Alter von 79 Jahren nach langer schwerer Krankheit. Weit über die Hälfte seines Lebens, exakt 46 Jahre, war Sigl für seine Heimatgemeinde kommunalpolitisch aktiv. 18 Jahre lang lenkte Martin Sigl als ehrenamtlicher Bürgermeister die Geschicke der Marktgemeinde Glonn. 46 Jahre lang war er Mitglied im Ebersberger Kreistag. Der Landwirt gehörte somit zu den längst gedienten Mitgliedern des Gremiums. Als Vorsitzender der unter ihm neu geschaffenen Verwaltungsgemeinschaft Glonn kümmerte sich Sigl zusätzlich um die insgesamt sechs Mitgliedsgemeinden. Dafür und für sein sonstiges Engagement erhielt er vor Jahren die Medaille für besondere Verdienste um die Kommunale Selbstverwaltung und das Bundesverdienstkreuz. Eine Entwicklung seiner Kommune mit Augenmaß lag dem Verstorbenen besonders am Herzen. Große Projekte lehnte er ab, aus dieser Haltung machte er keinen Hehl. Sigl liebte seine Heimat und war in ihr fest verwurzelt. Sein Wertegerüst war bestimmt durch seinen christlichen Glauben und seine ausgeprägte Verbundenheit zur Kirche. Er liebte die Musik und nahm sich über Jahre Zeit für den Kirchenchor. Fest verwurzelt war Martin Sigl aber auch in den Herzen der Glonner. Gegenseitiger Respekt und Wertschätzung prägte das Verhältnis zwischen ihm und der Bürgerschaft. Sigl versprach nie mehr, als er halten konnte. Er war kein Politiker der großen Töne. Der CSU-Mann hatte bei den Kommunalwahlen nie einen SPD-Gegenkandidaten, obwohl die SPD in Glonn schon damals keinesfalls unbedeutend war. Seine Heimatgemeinde Glonn war Martin Sigl immer viel wert. Nicht selten musste für sein großes Engagement das eigene Zuhause in Reinstorf zurückstecken, wo Sohn Martin schon früh den elterlichen Betrieb übernahm. Und trotzdem: Wenn der Bürgermeister zu Hause war, war er zusammen mit seiner Frau Hildegard auch hier immer für Ratsuchende da. Seine Haustüre stand jedermann offen. Norbert Winhart