Profilbild Maria Theresia Kobler

Maria Theresia Kobler

* 03.03.1928
† 28.08.2014
Erstellt von Merkur und TZ
Angelegt am 01.09.2014
762 Besuche

Freunde auf diese Seite einladen

Über den Trauerfall (2)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Maria Theresia Kobler, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Traueranzeige

11.09.2014 um 09:24 Uhr von Merkur /
Hier können Sie die Traueranzeige platzieren, andere Bilder hochladen oder freien Text verfassen.

Nachruf

11.09.2014 um 09:24 Uhr von Merkur /

Garmisch-Partenkirchen –  Teresa Kobler war ein hilfsbereiter und gläubiger Mensch. Als lebensfrohe Frau war sie nicht nur in Garmisch-Partenkirchen, wo sie aufgewachsen war, beliebt. Auch überall dort, wo sie in den verschiedenen bayerischen katholischen Gemeinden und viele Jahre auch in Südamerika wirkte, wurde sie sehr geschätzt. „Besonders ihre Bescheidenheit hat mich immer beeindruckt“, erinnert sich Ursula Wolf, die viele Jahre ehrenamtlich mit ihr in der Garmischer Volksbücherei gearbeitet hat. Der Tod der 86-Jährigen traf ihre Familie, vor allem ihren jüngeren Bruder, den ehemaligen Pfarrer Albert Kobler, schwer. Dessen Lebensweg sollte später auch ihr eigener werden: Viele Jahre arbeitete Kobler an seiner Seite, zuletzt lebten die Geschwister im Lenzheim, bis Teresa Kobler dort nun nach längerer Krankheit gestorben ist.

1935 war die Regensburger Familie wegen des Herzleidens des Vaters an den Fuße der Alpspitze gezogen. Hier besuchte Kobler das St.-Irmengard-Lyzeum, entschied sich nach dem Abitur für eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester und studierte anschließend Medizin an den Universitäten Würzburg und München. Nach dem Physikum brach sie das Studium ab und arbeitete vorerst wieder in ihrem Beruf. Dann widmete sie ihr Engagement aber ihrem Bruder Albert. Sie unterstützte ihn bei seinen Vorbereitungen für die Priesterweihe und Primiz in der Garmischer Pfarrkirche St. Martin.

Die enge Verbindung zwischen den beiden Geschwistern riss nie ab. 1959 reiste sie ihrem Bruder schließlich nach Bolivien nach. Dort fand sie ihre Berufung: Als Mitarbeiterin in der Gruppe „Bayerische Priester in Bolivien“ leistete Teresa Kobler siebeneinhalb Jahre wichtige Entwicklungshilfe. „Sie konnte durch ihre medizinischen Kenntnisse vielen Menschen beistehen und hat mich bei meiner seelsorgerischen Tätigkeit tatkräftig unterstützt“, erzählt Pfarrer Kobler über den unermesslichen Einsatz seiner geliebten Schwester.

Nach einem Unfall des Bruders kehren beide 1966 in die Heimat zurück. Es folgen 22 Jahre in den bayerischen Gemeinden Wolnzach, Selb, Laaber und Neuhaus, in denen Teresa Kobler als Pfarrhaushälterin, aber in erster Linie als Pfarramtssekretärin ihrem Bruder zur Seite stand. Im Ruhestand 1994 kehrten beide ins Elternhaus nach Garmisch-Partenkirchen zurück. Die guten, auch internationalen Kontakte und Freundschaften jedoch blieben bestehen. „Über hundert Traueranzeigen sind zu verschicken“, sagt Hubert Bader. Als Freund der Familie nimmt er dem Bruder die schwere Mission ab.         margot schäfer