Über den Trauerfall (2)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Marianne Klotz, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von Trauer.de Redaktion, München
28.05.2010 um 14:38 Uhr von Merkur /Sie hatte noch viel vor, wollte der Familie mit den Enkelkindern in den geplanten Pfingsturlaub nachreisen. Trotz einer heimtückischen Krankheit, die sie voll Gottvertrauen angenommen hatte und gegen die sie gleichzeitig kämpfte, stand Marianne Klotz mitten im Leben. In den frühen Morgenstunden des Pfingstmontags verstarb sie plötzlich und unerwartet. Zurück lässt sie ihren Mann Toni, mit dem sie 42 Jahre verheiratet war, ihre drei Söhne nebst Schwiegertochter, ihre betagte Mutter, die Enkelkinder Philipp, Julia und Lucas, einen großen Freundes- und Mitarbeiterkreis und unzählige, dankbare Patienten der Dr.-Beger-Klinik. Sie und unzählige Nachbarn, Jahrgangskollegen sowie Weggefährten nahmen am Freitagmorgen von Marianne Klotz bei einer bewegenden Trauerfeier, die Pfarrer i.R. Franz Sand zelebrierte, Abschied.
1948 im fränkischen Adelsdorf geboren kam sie im Vorschulalter mit ihren Eltern Hans und Kunigunde Glässel - beide in der Gastronomie tätig - nach Garmisch-Partenkirchen. Deren Berufsweg schlug sie nach Abschluss des St.-Irmengard-Lyzeums ebenfalls ein, wurde Hotel- und Gastronomiefachfrau, um sich in den elterlichen Betrieb einbringen zu können. Während dieser Zeit lernte sie ihren späteren Mann Anton kennen. 1968 wurde geheiratet, 1969 und 1972 kamen die Söhne Stefan und Christian und 1984 Martin zur Welt.
Trotz familiärer Belastung entschied sich die junge Frau, ihren weiteren Berufsweg in der Steuerkanzlei ihrer Schwiegermutter, an der Seite ihres Mannes fortzusetzen. Mit Fleiß, Lern- und Leistungsbereitschaft, Tugenden, die sie auch ihren Kindern und Enkeln vermittelte, eroberte sie sich auch in dieser neuen Fachrichtung schnell eine anerkannte Position. Wie sie es schaffte, trotzdem an den Wochenenden auch noch ihren Eltern in deren Gastronomiebetrieb zu helfen und nebenbei stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte ihrer Freunde und Mitmenschen zu haben, war wohl ihr Geheimnis.
"Unsere Mutter war ein Organisationstalent. Nie war ihr etwas zu viel", meinen ihre Söhne voll Anerkennung. Neben allen beruflichen und gesellschaftlichen Verpflichtungen, war sie vor allem Familienmensch. Marianne Klotz liebte es, die Ihren um sich zu haben, sie zu verwöhnen, für sie kulinarische Köstlichkeiten zu zaubern. Als 1980 die Dr. Beger-Klinik plötzlich ohne Leitung dastand, stellte sie sich dieser neuen beruflichen Herausforderung, zu der sie auch ihr Mann ermutigte. "'Ich probier es', meinte sie damals", erinnert sich Stefan Klotz. Es wurden 30 Jahre daraus. Bis zuletzt war sie als Klinikchefin in verantwortlicher Position tätig, hatte 60 Mitarbeiter anzuleiten und arbeitete vor allem eng mit der Endogap-Klinik für Gelenkersatz, unter der Leitung von Dr. Holm Schlemmer, zusammen. Sohn Christian stand ihr als Krankenhaus-Betriebswirt in den letzten Jahren zur Seite. Es war ihr eine große Beruhigung zu wissen, dass er ihr Lebenswerk weiterführen wird.
Text: Margot Schäfer
Foto: privat
Von Wolfram Blank, Garmisch-Partenkirchen
01.06.2010 um 13:11 Uhr von Merkur /Lieber Herr Klotz, sehr geehrte Familie,
ich möchte mich der - wie ich weiß - großen und bedeutenden Gruppe der Anteilnehmenden anschließen und Ihnen mein herzlich empfundenes Beileid aussprechen. Die Besten gehen zuerst? Man möchte es wieder einmal bestätigt finden...