Pflanzen Sie einen Gedenkbaum für Maria Luca Waldhauser
Spenden Sie eine besondere Form von Trost und Beileid: Lassen Sie einen Gedenkbaum in einem regionalen Waldgebiet pflanzen.
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Von Trauer.de Redaktion, München
23.03.2010 um 15:40 Uhr von Merkur /Ihr Leben galt Gott und den Kranken, ihre Sympathie Murnau und seinen Menschen. Schwester Maria Luca erreichte ein gesegnetes, fast biblisches Alter von 103 Jahren. Am Sonntag starb die Ordensfrau der Armen Franziskanerinnen, die über Jahrzehnte das Murnauer Gemeindekrankenhaus geleitet hatte, im Schwesternheim Santa Maria in Mallersdorf-Pfaffenberg.
Lange Zeit hatte Schwester Luca eine bewundernswerte Konstitution an den Tag gelegt. Bis kurz vor ihrem 100. Geburtstag habe sie tagtäglich mit Freude im Bügelzimmer geholfen, sagt Schwester Antonina, Oberin des Schwesternkonvents im Mallersdorfer Mutterhaus. "Danach noch hat sie Socken gestrickt für den Missionsbasar." Erst in den letzten Monaten ihres Lebens durchschritt Schwester Luca gesundheitliche Täler, "da ist es ihr nicht mehr so gut gegangen".
Ihre Kontakte in die Region rissen indes nie ab. "Von Murnau schwärmte Schwester Luca, und die Menschen haben immer gute Verbindungen zu ihr gehabt", sagt die Oberin. "Immerhin war sie 51 Jahre dort - und damit ihr gesamtes tätiges Leben."
Viele Murnauer werden sie in guter Erinnerung behalten. Von 1932 bis 1983 widmete sich Schwester M. Luca Waldhauser im alten Gemeindekrankenhaus den Patienten, von 1952 bis 1970 und von 1976 bis 1983 leitete sie als Oberin das Hospital. Die Marktgemeinde, erklärt Rathaus-Geschäftsleiter Josef Neuner, habe ihr 1959 "für ihre verdienstvolle und aufopfernde Arbeit" die Bürgermedaille verliehen. "Sie war ein guter Mensch und sehr engagiert." Eine Abordnung habe ihr zum 100. Geburtstag einen Besuch abgestattet. Seit September 2006 verbrachte die Seniorin ihren Lebensabend im Schwesternheim Sankt Maria in Mallersdorf-Pfaffenberg - zunächst bei bester Gesundheit.
Schwester M. Luca wurde 1906 als Berta Waldhauser in Obersdorf (Kreis Neustadt an der Waldnaab) geboren; sie war das vierte von sechs Kindern einer tiefgläubigen Familie. 1930 trat sie dem Orden der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie zu Mallersdorf bei. Von diesem wurde sie zur Krankenschwester ausgebildet und 1932 nach Murnau geschickt. Die Menschen im Ort schätzten sie nicht nur wegen ihrer Fachkenntnis, sondern auch wegen ihres Feingefühls im Umgang mit Kranken und Versehrten. 1983 wurde diese Filiale des Ordens aufgelöst. Danach war Schwester M. Luca im Mallersdorfer Mutterhaus beschäftigt.
Silke Jandretzki