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Marc Hodler

* 26.10.1918
† 18.10.2006
Erstellt von Merkur und TZ

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Neueste Einträge (3)

Kondolenz

Von Rainer Mager, Oberaudorf

25.10.2006 um 21:33 Uhr
Danke Mr. Oberwintersportler für alles.

Kondolenz

Von Iris Mutzke, Stuttgart

18.10.2006 um 18:31 Uhr
Ich habe so großen Respekt davor, wenn jemand durch und durch ein gerechter Mensch ist. Und das war Marc Hodler.

Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau

18.10.2006 um 18:22 Uhr von Merkur /
Der Schweizer wird als der Mann in die Geschichte eingehen, der im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ein Erdbeben auslöste. Am 11. Dezember 1998 hatte er am Ende einer Exekutivsitzung den Bestechungsskandal um die Vergabe der Winterspiele 2002 von Salt Lake City an die Öffentlichkeit gebracht. Mit heiligem Zorn und ohne Rücksicht auf Verluste berichtete er, was hinter verschlossenen Türen ans Licht gekommen war. In der Folge wurden zehn Mitglieder ausgeschlossen und die umfassendsten Reformen der IOC-Geschichte eingeleitet. "Natürlich spiegelt auch dieser Auftritt seine Persönlichkeit wider, aber das ist nur ein kleiner Ausschnitt einer beeindruckenden Lebensleistung", sagte IOC-Vize Thomas Bach: "Mit Marc Hodler ist einer der ganz Großen des Sports und der Olympischen Bewegung von uns gegangen. Persönlich erfüllt mich tiefe Traurigkeit, weil er mich seit meinem ersten Tag im IOC 1991 freundschaftlich begleitet hat." Schon da war Hodler längst ein Veteran im Sport. Von 1951 bis 1998 führte der Jurist nahezu ein halbes Jahrhundert lang den Skiweltverband FIS als Präsident. Seit 1963 gehörte er bis zu seinem Tod dem IOC an und war damit gemeinsam mit dem Brasilianer Joao Havelange dessen dienstältestes Mitglied. 1980 verlor er - wie Willi Daume - das Rennen um die IOC-Präsidentschaft gegen den Spanier Juan Antonio Samaranch, rückte aber als Mitglied der Exekutive 1985- 2002 und Vizepräsident 1993-97 ins Machtzentrum auf. Auch dort bewahrte er sich eine Unabhängigkeit, die von niemandem in Frage gestellt werden konnte. Hodler war volkstümlich und bescheiden zugleich, für Athleten wie Medien immer zu sprechen und stets ganz nahe am Wettkampfgeschehen. Als ehemaliges Mitglied der alpinen Schweizer Nationalmannschaft kämpfte er schon in der Ära Brundage gegen den überholten IOC-Amateurparagrafen, der 1981 abgeschafft wurde. Umso mehr hasste er korrupte Funktionsträger. Wie der Göttervater persönlich trat er an jenem Dezember-Abend vor die Presse und schleuderte seine Anklage wie Blitz und Donner über den Genfer See. Im IOC wurde er nicht erst seit diesem Tag hoch geachtet oder tief gehasst. Seine Gegner sorgten dafür, dass sein großer Wunsch von Winterspielen 2006 in der Schweiz nicht in Erfüllung ging. Der hohe Favorit Sion scheiterte an Turin. (sid)