Pflanzen Sie einen Gedenkbaum für Ludwig Glöckl
Spenden Sie eine besondere Form von Trost und Beileid: Lassen Sie einen Gedenkbaum in einem regionalen Waldgebiet pflanzen.
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Ruhe sanft
Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau
28.09.2006 um 22:56 Uhr von Merkur /Bestürzt reagierte Bürgermeister Leonhard Baumann auf die Nachricht vom Tod seines Amtsvorgängers: "Es kam so plötzlich. Man kann es kaum glauben. Erst im Mai feierten wir mit einem Empfang seinen 80. Geburtstag." Damals hatte sich Glöckl ins Goldene Buch der Gemeinde eingetragen. Baumann erinnert sich an Ludwig Glöckl als einen Menschen, der sich immer für das Gemeinwohl stark gemacht hat.
Obgleich 1926 in Hundszöll bei Ingolstadt geboren, fühlte sich Ludwig Glöckl stets mit Leib und Seele als Feldkirchener. Bereits 1933 kam er mit seiner Familie nach Feldkirchen, als sein Vater als Eisenbahner zum örtlichen Bahnhof versetzt wurde. Ludwig Glöckl besuchte die Grundschule, die damals im alten Rathaus untergebracht war. Es folgten eine Lehre am Bahnhof Feldkirchen und der Besuch der Kaufmanns- und Eisenbahnerschule. Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft trat er 1945 wieder seinen Dienst als Fahrdienstleiter in Feldkirchen an. Bei einer Zugfahrt lernte er auch seine spätere Frau Friedl - eigentlich Frederike - kennen.
1969 wurde SPD-Mann Ludwig Glöckl erstmals in den Gemeinderat gewählt. Zwölf Jahre später wurde er 2. Bürgermeister und Kreisrat. 1978 wurde er zum 1. Bürgermeister gewählt und blieb es bis zu seinem Ruhestand 1996.
In den rund 36 Jahren Dienst für die Gemeinde war sein Motto: "Unser Dorf soll schöner werden!" Er brachte wichtige Projekte voran, wie den Ausbau der Sonnen- und Friedenstraße sowie den Bau des Feuerwehr-Gerätehauses. Die einst abbruchreife Schule wurde unter seiner Regie zum Schmuckstück "Bürgerhaus Alte Schule". Unter Glöckl begann auch der Wohnungsbau an der Oberndorfer Straße und die Infrastruktur wurde verbessert.
Für seinen Einsatz wurde er mit der goldenen Ehrenmedaille für verdiente Bürger, der Ehrenmedaille für besondere kommunale Verdienste des Innenministeriums sowie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Ludwig Glöckl war Ehrenbürger der Gemeinde Feldkirchen, von zahlreichen weiteren Ehrungen gar nicht zu reden.
Ludwig Glöckl war in vielen Vereinen, und zwar aus Neigung und im Wissen um deren gesellschaftliche Bedeutung. Unter anderem rief Glöckl 1961 das Vereinsvorständetreffen ins Leben, gründete 1982 den Seniorentreff, war über 20 Jahre Vorstand des Männergesangvereins. Sein Lieblingskind war zuletzt der Billardclub, den er 1969 gegründet hatte und dessen Präsident er war. (gü/kw/Foto: rabe)