Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Leonhard Kugler, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau
02.04.2007 um 20:54 Uhr von Merkur /Leonhard Kugler hatte eine große Leidenschaft: die Stadt Wolfratshausen. "Freizeit interessierte ihn nicht so sehr. Er liebte die Arbeit als Stadtrat und 3. Bürgermeister", sagt sein Sohn Richard. Nach 85 Jahren endete am 29. März das verdienstreiche Leben von Leonhard Kugler.
Als der gebürtige Dachauer 1935 in Wolfratshausen eine Spengler- und Schlosser-Lehre im Geschäft seiner Großtante Margarete Graf beginnt, muss es Liebe auf den ersten Blick gewesen sein: "Die Architektur hat ihn fasziniert. Er fühlte sich einfach wohl hier", sagt Richard Kugler. Schon vor seiner politischen Laufbahn als Stadtrat von 1972 bis 1990 kennt er nur ein Ziel: Die Wahrung des traditionellen Stadtbildes. Er lebt und arbeitet am Untermarkt, genießt den altertümlichen Kern in Wolfratshausen und richtet dementsprechend seine politischen Ziele aus. "Er hat gegen die Massivbebauung gekämpft. Vor allen Dingen aber setzte er sich für die Erhaltung des Vierjahreszeitenhauses ein", erklärt Sohn Richard Kugler. Er begleitete den Vater auch in den letzten Stunden. "Er hat viel von den Schrecken der Kriegstage erzählt." Trotzdem, so erinnert sich der Sohn, blieb er seinem lebensbejahenden Leitmotiv treu. "Er sagte immer zu seiner optimistischen Einstellung, man müsse eben mit leichtem Gepäck marschieren." (cj)