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Leonhard Geil

† 06.12.2006
Erstellt von Merkur und TZ

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Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau

08.12.2006 um 18:27 Uhr von Merkur /
Als jüngstes von neun Geschwistern wurde Leo Geil in Kiemertshofen geboren. Schon früh wurde er mit der Landwirtschaft vertraut gemacht, ehe er als 20-Jähriger in den Krieg ziehen musste. 1949 heiratete er bei seiner Frau in Thalhausen ein und wurde Landwirt mit Leib und Seele. Doch nicht nur hier, auch in der Pfarrei, der Gemeinde und der Politik hat er sich eingebracht. Seine große Sorge galt seinem Ort Thalhausen und er war es auch noch in den letzten Jahren, der die Dorfleute immer wieder ermunterte, nicht alles Traditionelle zu verwerfen. Mit seinem freundlichen, aufgeschlossenen Wesen ging er gerne auf die Menschen zu und nahm sich Zeit zum Reden. Dabei war er fleißig und sparsam und hielt vor allem in seiner Altgemeinde Thalhausen das Gemeindesäckel zusammen. Im Mai 1956 wurde er dort in den Gemeinderat gewählt, um dann auch noch 15 Jahre den Ort als 1. Bürgermeister zu leiten und die Gemeinde geordnet in die Großgemeinde Altomünster zu übergeben. Aber auch im Marktgemeinderat wirkte er noch eine Periode bis 1984 mit. Seine Beharrlichkeit und vor allem seine Ruhe haben ihn ausgezeichnet, betonte Bürgermeister Konrad Wagner in seinem Nachruf. "Er schreckte vor keiner Belastung zurück und verstand es, das Machbare durchzusetzen", betonte Wagner. Geil war auch die Würde des Altbürgermeisters und die Bürgermedaille des Marktes Altomünster verliehen worden. Wagner lobte zudem den Einsatz von Leo Geil beim Wasserverband Weilachgruppe, bei dem er 24 Jahre Verbandsrat und zwölf Jahre stellvertretender Vorsitzender war. Sich in Dankbarkeit am offenen Grab verneigen wollte auch Rupert Reitberger, der für den Altlandkreis Aichach sprach. 1966 habe man sich dort im Kreistag kennen gelernt. Seine sachliche und ruhige Art habe ihm viel Sympathie gebracht und es sei nicht nur für Leonhard Geil ein schwerer Tag gewesen, als er mit der Gebietsreform 1972 aus dem Aichacher Kollegenkreis gerissen wurde. "Er war ein angenehmer Mensch," so Josef Seidenschwarz für die Freie Wählergemeinschaft. Sein Wort habe Gewicht gehabt und sei von Sachlichkeit geprägt gewesen. Und er habe ein Vermächtnis hinterlassen: Die öffentliche Arbeit mit Freude und Zuversicht zu verrichten. Gisela Huber