Über den Trauerfall (2)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Korbinian Daisenberger, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von Trauer.de Redaktion, München
20.07.2009 um 18:49 Uhr von Merkur /"Es tut sauweh", sagt Peter Pest, Zweiter Bürgermeister in Ettal. Wenn ein Mensch aus dem Leben scheidet, der beruflich und privat so geachtet war wie Korbinian Daisenberger ("Waitl"), hinterlässt das große Lücken. Der langjährige Ettaler Gemeinderat schloss am Samstag mit nur 54 Jahren nach einem Krebsleiden für immer die Augen.
"Er war ein Mensch, der Brücken geschlagen hat und von allen Seiten akzeptiert wurde", erzählt Pest. Als Gemeinderat (1984 bis 2008) für die Freien Wähler und Landwirt brachte er die Parteien an einen Tisch. "Er war ein Bindeglied", unterstreicht Pest. Er habe zudem immer offen und ehrlich seine Meinung gesagt, zu seinem Wort gestanden und die Meinung anderer akzeptiert. Bei Parteifreunden und Gemeinderatsmitgliedern war Daisenberger hoch geschätzt und erhielt bei seinem Abschied von der politischen Bühne 2008 die Silberne Ehrennadel der Gemeinde. "Er wollte die Jungen ranlassen", erläutert Ettals Erster Bürgermeister Josef Pössinger. "Sein Tod war allemal ein großer Schock."
Damit spricht er Korbinian Albrecht aus der Seele. Gemeinsam wuchs er mit Daisenberger auf, ging mit ihm zur Schule. "Der Korbinian war immer sehr hilfsbereit", sagt sein Freund sichtlich gerührt. Mit ihm trauern viele weitere Menschen um einen geschätzten Weggefährten. Als Ortssprecher von Graswang setzte er sich für die Belange der Bürger ein und war fest im Gemeindeleben verankert. Dem Trachtenverein "Ettaler Mandl" trat Daisenberger als junger Bursche bei und war 23 Jahre im Vorstand, bis 2009 als Erster Vorsitzender, aktiv.
"Man hat immer alles von ihm haben können", erinnert sich sein Nachfolger Jakob Lutz. Nicht nur Brauchtum, sondern auch die Belange der Landwirte lagen dem Milchviehwirt sehr am Herzen. Nebenbei rückte der Vater zweier Kinder mit seinen Pferden Holz im Wald. "Man hofft ja immer, dass es nochmal wird", sagt Bürgermeister Pössinger. Daisenberger hat gegen den Krebs gekämpft - und verloren.
Janine Tokarski
Von reiner elgas, oberau
21.07.2009 um 09:22 Uhr von Merkur /Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung
in eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.
Es ist für mich als ebenfalls betroffener immer wieder schlimm,zu erleben wie schnell und grausam diese Krankheit zuschlägt.Aber am Beispiel von Korbinian Daisenberger zeigt es sich auch ,dass es sich lohnt zu kämpfen,auch wenn er diesen Kampf verloren hat.Uns aber bleibt nur die Hoffnung.
Meine große Anteilnahme gilt den Angehörigen von Korbinian.Möge sich die Trauer in eine schöne Erinnerung wandeln.