Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Joseph Barbera, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau
19.12.2006 um 16:25 Uhr von Merkur /Zusammen mit seinem langjährigen Partner Hanna, mit dem er 1957 ein eigenes Studio gründete, hat der erfolgreiche Zeichner in mehr als sechs Jahrzehnten über 350 Cartoons, Serien, Fernseh- und Kinofilme produziert. Zu den populärsten Figuren gehören der heimtückische Kater Tom und die pfiffige Maus Jerry, die sich in über 200 Folgen erbitterte Verfolgungsjagden liefern. Sie brachten dem Duo sieben Oscar-Trophäen ein.
Der am 24. März 1911 in New York geborene Barbera hatte sein Glück zunächst als Banker, Autor und Amateurboxer versucht, ehe er 1937 in Hollywood dem verhinderten Ingenieur und Ex-Journalisten Hanna begegnete. Für das Filmstudio Metro-Goldwyn-Meyer (MGM) schufen sie zahlreiche handgemalte Cartoons, ehe sie sich 1957 mit ihrer inzwischen von Warner Brothers übernommenen Animationsfirma Hanna-Barbera-Studios selbstständig machten.
1960 entstand in Gemeinschaftsarbeit die Familie Feuerstein mit dem ewigen Verlierer Fred, dem Glückspilz Barney, ihren Frauen Betty und Wilma, den Kindern Pebbles und Bamm-Bamm sowie Haushund Dino. Die Zeichentrickserie ging in die Fernsehgeschichte ein. Sie lief in 60 Ländern in 22 Sprachen und ist auch heute noch häufig zu sehen.
Den Steinzeithelden folgten die Weltraumfamilie "Die Jetsons" und viele weitere Gemeinschaftsprojekte wie "Scooby Doo" oder "Yogi-Bär". Für seine Arbeit heimste das Erfolgsduo zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter sieben Emmy-Fernsehpreise. Ein Höhepunkt war 1976 die Verewigung auf Hollywoods "Walk of Fame".
Barberas Stärke sei das Zeichnen und das Schreiben von Gags gewesen, während der 2001 gestorbene Hanna ein gutes Gespür für das richtige Timing und die Ausgestaltung der Figuren gehabt habe, schrieb der Kritiker Leonard Maltin einmal. Barbera selbst verzichtete auf große Worte. Die "New York Times" erinnerte an ein Zitat von ihm: "Für mich macht es wenig Sinn, über unsere Cartoons zu sprechen. Um sie zu schätzen, muss man sie anschauen." (dpa)