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Josef Georg Eham

* 17.11.1932
† 22.08.2010
Erstellt von Merkur und TZ

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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Josef Georg Eham, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von Trauer.de Redaktion, München

30.08.2010 um 15:46 Uhr von Merkur /
Dieser Tage haben sie ihn hinausgetragen auf den Gottesacker in Kleinpienzenau. Der Himmel zeigte ein helles Blau, ein paar weiße Wolken dazwischen. Das hätte ihm gefallen, dem gestandenen Oberbayern, dem Josef Georg Eham, Austragsbauer zum Köpferl in Hofwies bei Miesbach. Der Köpferl Sepp, wie ihn alle nannten, starb nach kurzer, schwerer Krankheit, daheim auf seinem Hof im Kreise seiner Familie. Geboren wurde er im November 1932 in Kasten bei Hausham als viertes Kind des Landwirts Josef Eham und seiner Frau Katharina. In Hofwies wuchs er auf und konnte nach der Übergabe durch seinen Vater das elterliche Anwesen bewirtschaften. Er war Bauer mit Leib und Seele. Daneben aber galt seine große Liebe der alpenländischen Musik und dem Volksgesang vor allem im Oberland. Die heimatlichen Stimmen, die er bei kirchlichen Feiern und auch im fröhlichen Umfeld hörte, bewegten ihn so stark, dass er selbst zu singen begann und sich auf seiner Gitarre begleitete. Zwei Freunde gesellten sich dazu, Lorenz Knörr aus Miesbach und Georg Berwanger aus Großpienzenau. Es dauerte nicht lange, und die Pienzenauer Sänger waren gegründet. Dort übernahm Josef Eham die dritte Stimme. Die gesellige Zusammenkunft mit befreundeten Musikgruppen, die Unterhaltung, Musik und Gesang, das waren nach der täglichen Arbeit die Freuden des Köpferl Sepp. Die Pienzenauer lernten viele andere Gesangs- und Musikgruppen kennen. Die Geschwister Röpfl aus Hausham, die Roaner Sängerinnen aus Oberdurham bei Elbach und Sepp Sontheim aus Parsberg wurden enge Freunde. Der Fanderl Wastl war ein behutsamer Ratgeber und Förderer der Gruppe. Die älteste Tochter vom Wastl Fanderl, Monika Fanderl, erinnert sich: "Viele Jahrzehnte verbinden mich mit ihm. Er hat seine Frau im Rahmen einer Fernsehsendung meines Vaters kennengelernt." Sepp Eham war einer, der die aus dem Herzen kommende Musik und die unverfälschten Klänge des Alpenlandes liebte. Es war kein Wunder, dass seine Frau Marianne aus demselben singenden und klingenden Umfeld kam. Sie war die zweite Stimme bei den Aschauer Sängerinnen. Gemeinsam zogen die Ehams zwei Kindern auf, Regina und Sepp. (mm)