Josef Graf

Josef Graf

† in Benediktbeuern
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Von Trauer.de Redaktion, München

04.02.2009 um 15:16 Uhr von Merkur und
Betroffenheit löste in der Judoabteilung des TSV Benediktbeuern-Bichl die Nachricht aus, dass das Gründungsmitglied Josef Graf im Alter von 70 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung fand bereits am 30. Januar im engsten Kreise seiner Angehörigen statt. Vor mehr als 50 Jahren hatte ein Laienbruder den Jugendlichen des Klosterdorfes erstmals Judotechniken beigebracht und bei Graf mit den Worten: "Das lernst Du nie!" einen immensen Ehrgeiz geweckt. Dieser mündete 1957 in der Gründung des Judoclubs und fand mit der Eröffnung von Abteilungen in Waakirchen, Tegernsee, Schäftlarn und Lenggries seinen Höhepunkt. Auch als Fußballer setzte Graf Akzente und spielte 260 Mal in der 1. Mannschaft des TSV. Beim FC Penzberg, der damals in der 1. Amateurliga antrat, brachte er es auf 20 Einsätze. Graf führte den TSV Benediktbeuern in der Zeit von 1957 bis 1978 mit Unterbrechungen 13 Jahre lang als Vorsitzender. 21 Jahre war er als erster Trainer tätig und musste dann mit dem Gang in die handwerkliche Selbstständigkeit sportlich kürzer treten. Als Trainer führte er die Benediktbeurer Judomannschaft in die Landesliga. Der Aufstieg in die Bayernliga scheiterte nur aus finanziellen Gründen. Die Judomannschaft erkämpfte unter seiner Führung fünfmal den Oberbayerischen Meistertitel und zweimal den dritten Platz auf der Bayerischen Mannschaftsmeisterschaft. Josef Graf selbst war siebenfacher Oberbayerischer Meister, fünffacher Bayerischer Meister, dreifacher Süddeutscher Meister und vierfacher Internationaler Österreichischer Einzelmeister in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm. Seine persönliche sportliche Höchstleistung war 1968 der Titelgewinn des "Internationalen Deutschen Vizemeisters". Als Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft war er eingesetzt in einem Länderkampf gegen Oberösterreich. Für seine sportlichen Verdienste wurde er vom Landkreis dreimal mit der Ehrennadel in Bronze und einmal mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. Mit seinem Tod ist ein Urgestein des Judo für immer verloren gegangen, das eine Aufbruchstimmung des Judosports in Oberbayern mit ausgelöst hat.