Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Jakob Hermann, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau
01.12.2006 um 11:33 Uhr von Merkur /Unter großer Anteilnahme ist der Herzogwirt Jakob
Hermann in Altomünster zu Grabe getragen worden. Er war am nach längerer schwerer Krankheit im Alter von 65 Jahren gestorben. Tiefes Mitgefühl gehört seiner Frau Christine und den beiden Töchtern mit ihren Familien.
Schon in der Predigt in der Pfarrkirche hatte Pfarrer Wolf Bachbauer bemerkt, dass es für Jakob Hermann gar nicht so leicht war, die Berufe als Metzger und Gastwirt unter einen Hut zu bringen, denn beim einen müsste man früh aufstehen, beim anderen spät ins Bett gehen. Dennoch habe Jakob Hermann nie den Eindruck erweckt, dass es ihm zu viel wurde, bekräftigte der Pfarrer, denn sein Beruf machte ihm Freude, ja er habe ihn als Berufung
empfunden.
Jakob Hermann sei stets freundlich und hilfsbereit gewesen. So sei es auch kein Wunder gewesen, dass er anfangs für das Gästehaus des Klosters gekocht
hatte, bis die Schwestern auch das voll im Griff hatten. Zum Kloster selbst habe er stets eine große Zuneigung gezeigt. "Jakob Hermann ist ein wirklicher Verlust, und wir hätten uns gerne noch eine längere Zeit mit ihm
gewünscht", betonte der Geistliche. Alle hätten noch das freundliche Lächeln von Jakob Hermann vor Augen.
Kolpingsvorsitzender Wolfgang Graf erinnerte am Grab daran, dass der Verstorbene nicht nur Wirt, sondern auch ein guter Herbergsvater gewesen war, der stets ein offenes Ohr für alle Belange hatte. Seit 1960 hatte er
dem Gesellenverein angehört und war mehrfach geehrt worden. Auch der Schützenverein Edelweiß nahm Abschied vom langjährigen Herbergsvater, "der bis zu unserem Schießstandbau 1988 immer unser
Mittelpunkt war", wie Schützenmeister Johann Buxeder in seinem Nachruf betonte. 49 Jahre lang war Jakob Hermann treues Mitglied und immer interessiert am Schießgeschehen. Zwei Jahre lang, 1973/74, war er auch Vorsitzender des Vereins und einige Male geehrt worden. Mit ihren Fahnenabordnungen gaben auch der TSV und die Freiwillige Feuerwehr Jakob Hermann das letzte Geleit.
Gisela Huber