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Ilse Vorderbrügge

* 23.07.1912
† 25.12.2007
Erstellt von Merkur und TZ

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Ein Mann, der einen Gedenkbaum pflanzt

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Gedenkkerze

Gisela, Ulla und Claudia

Entzündet am 15.04.2012 um 12:00 Uhr

Gruß aus dem Schwarzwald

Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau

02.01.2008 um 18:07 Uhr von Merkur /
Abgeschlossen hatte Ilse Vorderbrügge schon länger. Nach einem Leben für ihre Mitmenschen war die Bewohnerin des Gräfelfinger BRK-Altenheims in letzter Zeit auf die Hilfe anderer angewiesen. Anfang Dezember sagte zu einer ihrer drei Töchter: "Elisabeth, heute sterbe ich." Dann überlegte die 95-Jährige, schüttelte den Kopf und meinte: "Nein, das wäre doch ungünstig. Heute kommt Frau Vogel zu Besuch." Die Gesellschaft ihres Gasts erlebte sie ebenso noch wie die Adventszeit, ehe sie am ersten Weihnachtsfeiertag ihren ewigen Frieden fand. Ilse Vorderbrügge ging als "Grand dame" in die Ortsgeschichte ein. Als erste gewählte CSU- Gemeinderätin Gräfelfings (Kreis München) widmete sie sich mit herzlicher Hingabe den Belangen der Bürger. Zwölf Jahre lang setzte sich die charmante und verantwortungsbewusste "Vorreiterin der engagierten Frauen in der Kommunalpolitik", wie sie Gräfelfings Bürgermeister Christoph Göbel würdigte, selbst ans Steuer, um den Senioren Essen auf Rädern auszuliefern. Ihre Liebe zur Musik, vor allem zu klassischen Werken, beflügelte sie, die Gründung der Jugendmusikschule Gräfelfing zu unterstützen. 1984 erhielt sie die Silberne Bürgermedaille der Gemeinde. "Der Grundstein für ihre soziale Einstellung wurde schon im Elternhaus und bei der Ausbildung zur Kindergärtnerin gelegt", sagt Karin Vorderbrügge. Das soziale Engagement setzte ihre Mutter auch nach ihrem Einzug ins Seniorenheim vor neun Jahren fort. Sie übernahm den Vorsitz des Heimbeirats, half neuen Mitbewohnern, sich zu integrieren, und organisierte die Seniorennachmittage der Michaelskirche. Dass der Mann, in den sie sich im Altenheim neu verliebt hatte, kurz nach seinem 100. Geburtstag starb, war ein harter Schlag für sie. "Aufopferungsvoll hatte sie ihn mit dem Rollstuhl durch die Gegend gefahren", erzählt die Tochter, die wie ihre Schwestern bis zum Schluss ein inniges Verhältnis zur Mutter pflegte. Nicht nur ihnen wird Ilse Vorderbrügge fehlen. "Ihre Fürsorge und ihr humorvolles Wesen werden im Altenheim in Zukunft vermisst." Corinna Erhard

DORFENER NACHRICHTEN

vom 29.12.2007