Pflanzen Sie einen Gedenkbaum für Hubert Saiko
Spenden Sie eine besondere Form von Trost und Beileid: Lassen Sie einen Gedenkbaum in einem regionalen Waldgebiet pflanzen.
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Gedenkkerze
Manfred Rieger
Entzündet am 30.06.2012 um 12:32 Uhr
Servus Hubert, ruhe in Frieden Manfred
Von Trauer.de Redaktion, München
31.05.2010 um 11:26 Uhr von Merkur /30 Jahre lang führte er gemeinsam mit seiner Frau Eleonore das Ausflugslokal Moosalm im Fußbergmoos: Kürzlich verstarb der ehemalige Wirt und Zimmerer Hubert Saiko im Alter von 78 Jahren.
Eleonore Saiko, die ihren Hubert im Jahr 1954 heiratete, ist im Fußbergmoos und der Moosalm aufgewachsen. "1960 übernahmen wir die Gaststätte von meiner Mutter und hatten neben der Wirtschaft auch noch eine kleine Landwirtschaft mit Kühen und Schweinen zu versorgen", erzählt die Ehefrau. Damals wehte oft der Duft von frischen Auszogenen durch die Wirtsstube - es gab wenig Gerichte zur Auswahl aber was es gab, war frisch und sorgfältig, bodenständig-bayrisch zubereitet.
Im Jahr 1967 machte Hubert Saiko als Ausgleich zur vielen Arbeit den Jagdschein und genoss die wenige Freizeit in der ursprünglichen Natur des Fußbergmooses, im Jagdgebiet des ehemaligen Maisacher Brauereichefs Franz Hofmann. "Der Papa züchtete auch Damhirsche und beobachtete später vom Wohnzimmerfenster aus, wie das Wild abends aus dem Wald kam und auf der Wiese äste", erzählt der Sohn.
Als geschickter Zimmerer baute Hubert Saiko besonders solide Futterkrippen und Hochstände und man sah, dass er sein Handwerk verstand: "Er hat alles recht stabil gebaut, so dass es recht lang hält", sagt die Ehefrau. Im ganzen Fußbergmoos gibt es auch kaum einen Dachstuhl, bei dem er als hilfsbereiter Zimmerer nicht mitgewerkelt hat. "Auf den Papa war einfach Verlass", sagt der Sohn.
Für den handwerklich geschickten Wirt stand die Familie immer an erster Stelle, und im Alter wurde ihm das aufs positivste vergolten: Neben der Ehefrau kümmerten sich auch seine zwei Kinder, Sohn Walter und Tochter Anita, um den pflegebedürftigen Vater. Vor drei Jahren musste Hubert Saiko seinen 75. Geburtstag im Krankenhaus feiern. "Und dann ging es gesundheitlich immer mehr bergab", sagt die Ehefrau. Zwar erholte er sich immer wieder ein wenig. Er wollte vor allem eines nicht: seiner Familie zur Last fallen.
"Seine besten Freunde besuchten ihn regelmäßig und hielten treu zu ihm", erzählt die Familie. Im Sommer letzten Jahres verstarb sein Schwiegersohn Willi Hermann völlig überraschend. "Eigentlich hätt' doch ich und nicht der Willi dran sein sollen", meinte er damals betrübt.
Am 8. Mai feierten Eleonore und Hubert Saiko noch ihren 56. Hochzeitstag - gemeinsam mit den Kindern und den beiden Enkelkindern wurde ein schönes Familienfest ausgerichtet. Damit sie den Papa zuhause künftig gut pflegen und versorgen können, wollte die Familie alles vorbereiten, während Hubert Saiko nach seinem letzten Klinikaufenthalt in der Kurzzeitpflege im Brucker Theresianum war. "Mein Hubert war nur sechs Stunden dort und ist dann friedlich eingeschlafen", erzählt die Ehefrau.
Angi Kiener