Über den Trauerfall (3)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Hermann Rehmann, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von Trauer.de Redaktion, München
07.07.2009 um 16:26 Uhr von Merkur /Er war nie ein Mann der leisen Töne, und er führte sein Leben stets mit Vollgas, auf der Überholspur. Am Samstagabend wurde Hermann Rehmann aus Geretsried im 70. Lebensjahr von seiner schweren Krankheit endgültig besiegt.
Rehmann war ein Geretsrieder der ersten Stunde. Im Juli 1946 kamen er und seine Familie im Flüchtlingszug aus dem böhmischen Tachau im Barackenlager auf der Böhmwiese an. An dem Aufbau der neuen Stadt hatte er seinen Anteil: Nach Schlosserlehre und Tätigkeit in der Bootswerft Graf Hagenburg an der Altvaterstraße, wo er schon als junger Mann zum Betriebsleiter aufstieg, machte er sich als Bauunternehmer selbstständig und baute Dutzende Eigenheime, zum Beispiel am Millöckerweg, am Frauenschuhweg und an der Böhmerwaldstraße.
Lebenslust und schneller Aufstieg forderten ihren Tribut. Anfang der 80er Jahre ging Hermann Rehmann pleite. Für den energiegeladenen Mann, der extrem sensibel und charmant sein konnte und dann wieder laut und bedrohlich, war das Ende ein Anfang. Er rappelte sich wieder auf und machte das, was er am allerbesten konnte: erfolgreich verkaufen. Ob Wasseraufbereitungs-Geräte, Lebensversicherungen oder Brockhaus-Lexika - Hermann Rehmann brachte alles weiter. Er kannte in Geretsried jeden, jeder kannte ihn.
Denn Geretsried war für ihn zeitlebens etwas ganz Besonderes, seine Stadt. Vom Gardasee, wo er jahrelang mit Wohnwagen und Boot die Sommer verbrachte, kehrte er immer wieder gerne heim.
Fünf Kinder mit einer Altersspanne von 20 Jahren hinterlässt Rehmann. Sie und seine Frauen hatten es trotz seiner mitreißenden Art nicht leicht mit ihm. Der Wandel vom Geretsrieder James Dean zum Monaco-Franze war ein langer Prozess. Eins blieb Rehmann immer: ein Typ, ein unangepasster Mensch. Und als solcher bleibt er in Erinnerung.
Joachim Braun
Von Miriam Renaud, Bad Tölz
07.07.2009 um 20:35 Uhr von Merkur /Trauer und Schmerz sind sehr groß, denn der Verlust eines geliebten Menschen tut sehr weh.
Ich durfte Hermann Rehmann kennen lernen und fünf Jahre mit ihn gemeinsam einen Wegabschnitt gehen. Dieser Weg ging bergauf und bergab und dabei habe ich einen Menschen kennen gelernt den ich ewig vermissen werde, denn er war ein wahrer Freund. Mir tut es Leid das dieser Weg nicht ebener verlaufen ist und das er nicht noch ein Stück länger ging. Diese Zeit werde ich nie vergessen und Hermann Rehmann bleibt mir ewig in Erinnerung und in meinem Herzen.
Miriam Renaud
Von Miriam Renaud, Bad Tölz
07.07.2009 um 21:46 Uhr von Merkur /Seine Krankheit hat Hermann Rehmann begleitet aber besiegt hat ihn die Folgen und Begleiterscheinungen der Chemotherapie, traurig aber die Wahrheit.