Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Heinz Knollmeier, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von trauer.de Redaktion, München
05.01.2012 um 07:31 Uhr von Merkur /Murnau - Das kommunalpolitische, soziale und kulturelle Engagement waren die Eckpfeiler seines Wirkens. Nicht nur seinen Kollegen im Murnauer Gemeinderat wird Heinz Knollmeier fehlen, der am vergangenen Mittwoch im Alter von 75 Jahren überraschend verstorben ist. Tief betroffen vom Tod seines CSU-Parteifreundes zeigte sich der Murnauer Bürgermeister Michael Rapp. "Wir haben ein sehr warmherziges Verhältnis gepflegt, und das weit über das politische hinaus", sagte er gestern sichtlich bewegt, "Heinz Knollmeier war für mich stets Wegbegleiter und Mentor zugleich. Er hatte in Murnau seine Heimat gefunden, und sich sehr wohl gefühlt. Aber seine Allgäuer Wurzeln hat er nie vergessen und oft auf humorvolle Art aus seiner Zeit als junger Lehrer erzählt." Generationen von Buben und Mädchen haben Heinz Knollmeier als besonnenen und lebensklugen Rektor der ehemaligen Max-Dingler-Hauptschule im Gedächtnis, die er von 1984 bis 2000 leitete. Für die CSU saß Knollmeier seit 1984 im Gemeinderat, wo er unter anderem als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, im Hauptausschuss, in der Grundstücksverwaltungsgesellschaft und als Referent für Kultur und das Schlossmuseum tätig war. Für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement erhielt er 1986 die Ehrenmedaille des Landkreises in Silber. Unvergessen werden den Mitgliedern des "Förderkreises Schlossmuseum" die von ihm organisierten Kulturfahrten sein, wie etwa jene im vergangenen Sommer nach Polen. Sein soziales Empfinden bewies Knollmeier im Vorstand der Camerloher Musikschule, auf deren Preisgestaltung er Einfluss nahm, zumal er es für wichtig erachtete, dass auch finanziell weniger begüterte Kinder ein Instrument lernen konnten. Doch die wohl größte Lücke hinterlässt Knollmeier im Murnauer Gemeinderat. "Sein größtes Verdienst ist aus meiner Sicht gewesen, dass er immer auf Ausgleich zwischen den Fraktionen bedacht war", erinnert sich Rapp, "er ließ auch andere Meinungen gelten, und suchte immer den Dialog. Mir war immer wichtig, seine Meinung zu bestimmten Themen zu hören. Und wenn er konstruktive Kritik übte, hat er dies in seinem persönlichen, ganz besonderen Stil getan." Seine politische Nachfolge im Murnauer Gemeinderat steht noch nicht fest. Aufgrund des Listenergebnisses der Kommunalwahl 2008 ist Robert Hutter (CSU) als Nachrücker vorgesehen. "Aber da müssen erst noch Gespräche geführt werden", so Rapp. Knollmeier hinterlässt einen erwachsenen Sohn. Die Trauerfeier findet am heutigen Samstag, dem 31. Dezember, um elf Uhr in der Pfarrkirche St. Nikolaus statt. Die Urnenbeisetzung ist für einen späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis vorgesehen. Heino Herpen