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Heinz Bröker

* 05.05.1937
† 15.02.2011
Erstellt von Merkur und TZ

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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Heinz Bröker, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von trauer.de Redaktion, München

07.03.2011 um 13:57 Uhr von Merkur /
Trauer um Heinz Bröker Stadtrat der Bürgervereinigung ist im Alter von 73 Jahren verstorben Er war der Herr der Zahlen, und das Schicksal wollte es so, dass er an dem Tag gestorben ist, an dem seine Ratskollegen im Stadtrat den diesjährigen Haushalt verabschiedeten. Der BVW-Stadtrat Heinz Bröker hat am Dienstag den Kampf gegen seine lange, schwere Krankheit verloren. Bröker wurde 73 Jahre alt. Noch vor einer Woche hatte Heinz Bröker Bürgermeister Helmut Forster ans Krankenbett nach München-Bogenhausen gerufen, um mit ihm Haushaltsfragen zu diskutieren. Schwer gezeichnet von der Krankheit, wollte der leidenschaftliche Kommunalpolitiker haushaltsrelevante Eckdaten diskutieren. "Kämpferisch und optimistisch", wie sich Forster an diese letzte Begegnung erinnert. Mit dem Tod des 73-jährigen Alterspräsidenten des Stadtparlaments hat das Gremium "ein Mitglied verloren, das großen Einfluss hatte und dessen Meinung hoch geschätzt wurde". Forster würdigte Bröker als einen Politiker, der nie verletzend gewesen sei, sondern sich vielmehr bemüht habe, auszugleichen und mit Kompetenz und Sachverstand zu überzeugen. Bröker als gebürtiger Rheinländer war ursprünglich CDU-Mitglied. Mit dem Umzug nach Bayern im Jahr 1960 wurde aus dem D ein S, und jahrelang vertrat der hauptberufliche Geschäftsführer der Linhoff-Werke in München ehrenamtlich die politischen Ziele der Christsozialen. Pointiert, mutig und nicht immer in trauter Einigkeit mit seinen Parteifreunden: Im Jahr 2006 verließ Bröker mit einem Paukenschlag die CSU, und wandte sich zwei Jahre später der Bürgervereinigung zu. Unvergessen auch sein provokanter Alleingang zur Loisachhalle: Als die Debatte knietief im Parteiendschungel feststeckte, forderte Bröker: "Reißt die Halle ab und baut ein Hotel." Es kam anders, aber auch damit konnte Bröker gut leben. Sein Privatleben war geprägt durch seine "50-jährige, glückliche Ehe", wie Ehefrau Elisabeth Bröker rückblickend lobt. Für ihren Mann habe sie, die Tochter und die beiden Enkelsöhne stets "an erster Stelle gestanden". Seine Vorliebe für den Sport - vor allem Tennis - kam den Sportlern der DJK-Waldram zugute. 16 Jahre lang war er deren Vorstand, und erreichte sein Ziel, die Mitgliederzahl über die 1000er-Grenze zu hieven. Vorstand Werner Henschelchen lobte Bröker als "Größe, die für den Verein unersetzlich ist". es