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Heinrich Kistler

* 04.06.1928
† 27.07.2009
Erstellt von Merkur und TZ

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Kondolenz

Von Heini Kistler, Garmisch-Partenkirchen

04.08.2009 um 18:43 Uhr
Ein Dank dem stets hilfsbereiten Heini von Helmut Pfanzelt privat und im Namen des Alpenvereins Garmisch-Partenkirchen. Heini hat um Hütten und Wege und besonders für die Meilerhütte und deren Transportbahn Großes unentgeltlich ehrenamtlich geleistet. Heute haben wir seine Urne zu Grabe getragen und bei seiner Zenzi bestattet. Anschließend waren Bergwacht und Alpenverein in den "Schatten" geladen. Dort haben wir seiner gedacht. Helmut Pfanzelt, 1.Vors. Alpenverein Garmisch-Partenkirchen

Von Trauer.de Redaktion, München

04.08.2009 um 09:35 Uhr von Merkur /
Die Berge waren für ihn Beruf und Berufung zugleich. Unzählige Stunden verbrachte Heinrich Kistler auf seinen geliebten Hütten und Wegen rund um Garmisch-Partenkirchen. Dort leistete er für die Alpenvereinssektion Garmisch-Partenkirchen und die Bergwacht Pionierarbeit wie kaum ein anderer. Auch bei der Bayerischen Zugspitzbahn sei er als Maschinist der Wankbahn und Leiter der Betriebswerkstatt lange Jahre ein wertvoller Mitarbeiter gewesen, würdigt ihn der Technische Vorstand Peter Huber. Im Alter von 81 Jahren ist er nun gestorben. Der Vorsitzende des Alpenvereins Garmisch-Partenkirchen, Helmut Pfanzelt, hat damit einen guten Freund und ein Vorbild verloren. "Er war ein äußerst bescheidener Mensch und immer zur Stelle, wenn es etwas zu helfen gab, egal ob schwierig oder einfach." Vor allem das Technische sei ihm dabei immer leicht gefallen. "So lange es die Materialbahn zur Meilerhütte gab, hat er sich um sie gekümmert", erklärt Pfanzelt. Unermüdlich habe er Wartungen und Verbesserungen vorgenommen und auch sonst viele neue Ideen in die Tat umgesetzt. Davon profitierte vor allem auch die Bergwacht, bei der Kistler 61 Jahre lang Mitglied war. "Vor ihm kann man gar nicht genug den Hut ziehen", hebt Karl Eitzenberger, Bereitschaftsleiter der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen, hervor. "Er hat viele Ideen und Hilfsmittel in die Bergrettung eingebracht, die heute allgemeiner Standart sind." Eine Stahlseilrolle beispielsweise, die er mit seinen Kameraden im Oberreintal angebracht hatte, wird noch heute zur Bergung von Verletzten benutzt. Bis zuletzt stand Kistler seinen Bergwachtkollegen mit Rat und Tat zur Seite. "Er war bei allen Versammlungen und Treffen dabei", erinnert sich Eitzenberger. "Für uns Jüngere ist die Arbeit, die er geleistet hat mehr als wertvoll. Immerhin hat er mit seinen Kameraden Erfahrungen aus Situationen gesammelt, die wir heute niemals so erleben würden." Eitzenberger spricht damit dem Alpenvereinschef aus der Seele, wenn er meint: "Heini war für uns alle ein großes Vorbild."

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