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Hans Langmatz

* 01.08.1917
† 18.02.2009
Erstellt von Merkur und TZ

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Über den Trauerfall (2)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Hans Langmatz, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von Trauer.de Redaktion, München

20.02.2009 um 13:25 Uhr von Merkur /
Er war eine Unternehmer-Legende, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Ehrenbürger des Marktes Garmisch-Partenkirchen und ein Wohltäter: Hans Langmatz. Am Mittwoch schloss er im Alter von 91 Jahren für immer die Augen. Hans Langmatz war ein außergewöhnlicher Mensch. "Bis vor drei Monaten kam er noch täglich in das Büro seines Innovations-Centers in Garmisch-Partenkirchen", erzählt Christine Witting, eine seiner Sekretärinnen. Hier entwickelte er bis zu zehn Stunden neue Ideen und arbeitete an deren Verwirklichung. Und das, obwohl Langmatz bereits 91 Jahre alt war. "Er hat sich seiner Arbeit und seinen Mitarbeitern bis zuletzt eben sehr verbunden gefühlt", glaubt Witting. Sie klingt sehr traurig, als sie das sagt. Auch bei der LIC-Langmatz GmbH, die der Verstorbene 1963 gegründet hatte, trauern die Mitarbeiter um die Unternehmer-Legende, obwohl er die Geschäftsführung bereits 1993 abgegeben hatte. Seitdem engagierte er sich im Aufsichtsrat und als Gesellschafter. "Sein Rat wird uns fehlen", sagt Reinhard Kreusel, kaufmännischer Geschäftsführer der Kunststoff verarbeitenden Firma mit Werken in Garmisch-Partenkirchen und Oberau. Zu Ehren des Verstorbenen steht die Firmen-Flagge seit Mittwoch auf Halbmast. Bevor sich Langmatz dem Kunststoff-Gewerbe zuwandte, hat der gelernte Maschinenschlosser und studierte Ingenieur in Berlin Schiffsmasten gebaut, die er samt Ladebäumen und Zubehör an Werften in die ganze Welt verkaufte. Seiner Frau Klementina zuliebe verließ der gebürtige Rheinländer 1962 die Metropole und zog nach Garmisch-Partenkirchen. Hier wollte er eigentlich Orchideen züchten. Doch lange hielt es der Unternehmer, von dessen Innovationsgeist bis heute über 50 Patente zeugen, nicht untätig aus. Er gründete "Langmatz Industrie und Chemie", kurz LIC. Vier Mitabeiter hatte der Fabrikant damals, heute beschäftigt die Firma rund 250 und macht einen Jahresumsatz von 50 Millionen Euro. "Er war eben ein genialer Mann", würdigt Oberaus Bürgermeister Peter Imminger (CSU) den Verstorbenen. "Grundkorrekt und sehr höflich." Dass die Firma im Jahre 2000 ein zweites Werk in seiner Gemeinde eröffnete, sei für Oberau einem Sechser im Lotto gleichgekommen. Ähnlich äußert sich Garmisch-Partenkirchens Rathaus-Chef Thomas Schmid: "Hans Langmatz hat viele Arbeitsplätze geschaffen und seinen wirtschaftlichen Erfolg zu guten Teilen wieder zurückgegeben", betont der CSB-Politiker in Anspielung auf die 1990 gegründete "Hans und Klementina Langmatz-Stiftung". Sie unterstützt unter anderem die Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe in Garmisch-Partenkirchen, herausragende Berufsschüler vor Ort und fördert Forschung sowie Lehre in der Energiewirtschaft. Für sein Engagement hatte der Gemeinderat Langmatz bereits 2007 zum Ehrenbürger des Marktes erhoben. Im selben Jahr bekam der Unternehmer mit Herz auch den Goldenen Ehrenring des Landkreises. Es sind bei weitem nicht seine einzigen Auszeichnungen: 1993 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande und im Jahre 2000 den Bayerischen Verdienstorden, um nur einige zu nennen. Mit Hans Langmatz hat der Landkreis einen großen Unternehmer, Wohltäter und außergewöhnlichen Menschen verloren. Silke Fischer

Von Trauer.de Redaktion, München

12.03.2009 um 10:47 Uhr von Merkur /
Er war eine Unternehmer-Legende, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Ehrenbürger des Marktes Garmisch-Partenkirchen und ein Wohltäter: Hans Langmatz. Vor kurzem schloss er im Alter von 91 Jahren für immer die Augen. Bis wenige Monate vor seinem Tod erschien der gelernte Maschinenschlosser und studierte Ingenieur noch jeden Tag um kurz nach acht Uhr in seiner Firma in Garmisch-Partenkirchen. Acht bis zehn Stunden täglich entwickelte er hier neue Ideen und arbeitete an deren Umsetzung. "Die Arbeit war sein Hobby", erinnert sich seine langjährige Lebensgefährtin Anneliese Köhle. In seiner sehr knapp bemessenen Freizeit sammelte Langmatz leidenschaftlich gerne Briefmarken. "Bis zu seinem 90. Lebensjahr schwamm Hans außerdem regelmäßig und hielt sich auf dem Laufband fit", verrät Köhle. Die 82-Jährige beschreibt ihren ehemaligen Partner als "hochintelligenten, herzensguten und trotz seines großen wirtschaftlichen Erfolges sehr bescheidenen und sozial engagierten Menschen". Von dem scharfen Verstand des Innovateurs zeugen heute über 50 Patente. Von seiner Genügsamkeit seine Vorliebe für Leberwurstbrote. Und von seiner Wohltätigkeit die "Hans und Klementina Langmatz-Stiftung", die der Verstorbene 1990 mit seiner damaligen Ehefrau gründete. "Hans hatte keine eigenen Kinder, deshalb lag ihm die Förderung der Jugend ganz besonders am Herzen", weiß Köhle. Aus diesem Grund fließt auch sein gesamtes Erbe in die Stiftung. Diesen nicht ganz unbeträchtlichen Betrag erarbeitete er sich unter anderem mit der kunststoffverarbeitenden Firma "Langmatz Industrie und Chemie", kurz LIC, die der Unternehmer 1963 gegründet hatte. Vier Mitarbeiter hatte Langmatz damals. Heute beschäftigt die Firma mit Werken in Garmisch-Partenkirchen und Oberau 250 Menschen und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 50 Millionen Euro. Die Geschäftsführung gab Langmatz zwar bereits 1993 auf, stand dem Unternehmen aber bis zuletzt als Gesellschafter und Aufsichtsratsmitglied zur Seite. "Sein Rat wird uns fehlen", sagt der heutige kaufmännischer Geschäftsführer Reinhard Kreusel. Silke Fischer