Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Hans-Joachim Pavel, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau
28.11.2006 um 20:50 Uhr von Merkur /Peter Hacks wurde früh von Pavel entdeckt, er wurde zu einem weltweit anerkannten und zu einem der meist gespielten deutschsprachigen Dramatiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seit den 60er
Jahren sind die Bühnenwerke der Autoren Frank Wedekind, Leopold Ahlsen, Alfred Polgar, Hartmut Lange, Heiner Kipphardt, Michael Kohlhaas, die ersten Stücke von Jörg Graser, die Anfänge der DDR Autoren Plenzdorf, Hein und Müller, eine Reihe französischer und
osteuropäische Autoren (darunter Pagnol, Giraudoux und Aymé, die er selbst übersetzte), anerkannte Übersetzungen von Maurivaux, Molière, Labiche, Beaumarchais, Tschechow, Gogol, Ostrowski und Gorki, die frühen Stücke von Slawkin, Gorin, Rasumowskaja, Pertruschweskaja, und nicht zuletzt das Gesamtwerk von Karl Valentin durch das unermüdliche Engagement von Pavel eng mit dem Drei Masken Verlag verbunden.
Hans-Joachim Pavel war über 30 Jahre der entscheidende und treibende Kopf des Verlages. Als Dramaturg in den 60er und 70er Jahren war er unter den Intendanten Kurt Horwitz (Münchner Kammerspiele), Hans Schweikart (Bayr. Staatsschauspiel) und Hans-Reinhard Müller
(Kammerspiele) tätig, er arbeitete dabei unter anderem mit den Regisseuren Schweikart, Besson, Schaaf,
Dresen, Noelte, Dietl zusammen, von 1995 bis 2003 unterrichtete er als Lehrbeauftragter für Film- und
Fernsehdramaturgie an der Wiener Universität für Musik und Darstellende Kunst.