Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Hans Heigl, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von Trauer.de Redaktion, München
13.10.2009 um 17:27 Uhr von Merkur /"Er war einer von den alten Kämpfern in Erding", sagt Altbürgermeister Gerd Vogt über Hans Heigl. Der ehemalige geschäftsleitende Beamte der Stadt ist am Samstag im Alter von 85 Jahren nach längerer Krankheit gestorben.
Der gebürtige Erdinger hat seine Heimatstadt auf Verwaltungsebene geprägt. Dabei arbeitete er nicht nur in der Ära Vogt, sondern auch unter dessen Vorgänger Alois Schießl. Von 1962 bis zu seiner Pensionierung 1987 war Heigl im Rathaus tätig, zuvor beim Amtsgericht Erding im Grundbuchamt. Vogt schätzte Heigls Fachwissen, das "vor allem bei der Grundstücksbevorratung hilfreich war". Er sei von 1971 an ein integrierender Geschäftsleiter gewesen. Eine wichtige Eigenschaft, galt es doch die Fusion der drei Gemeinden Erding, Altenerding und Langengeisling umzusetzen. "Es lief alles reibungslos, auch dank Heigls Vermittlung", erinnert sich Vogt.
Bevor seine berufliche Karriere begann, wurde Heigl 1942 als 18-Jähriger eingezogen. Viereinhalb Jahre war er nach Kriegsende in russischer Gefangenschaft. Eine Zeit, in der er sehr gelitten hat und von der er kaum erzählte. Erst im Dezember 1949 kehrte er nach Hause zurück. Eine Verletzung am Arm durch einen Granatsplitter machte ihm seither zu schaffen.
Im August 1951 heiratete Hans Heigl seine Elfriede (gestorben im Februar 2008), die aus Schlesien stammte, und freute sich über seine Söhne Günter und Jürgen. Nicht nur für sie sorgte er. Auch seine Nichten und Neffen, deren Väter im Krieg gefallen waren, unterstützte Heigl. Alle wohnten damals in einem Haus. "Er war sehr streng als Vater, aber gerecht", erzählt Sohn Jürgen. (zie)