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Gertraud Sedlmeier

* 17.03.1949
† 31.10.2009
Erstellt von Merkur und TZ

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MERKUR & TZ

vom 19.11.2009

Von Trauer.de Redaktion, München

04.11.2009 um 17:53 Uhr von Merkur /
Zehn Jahre lang war sie schwer krank, doch sie ließ sich nicht unterkriegen. Sie blieb immer optimistisch, setzte ihrer Krankheit Lebensfreude und Durchhaltevermögen entgegen. Am Samstag aber hat Gertraud Sedlmeier im Alter von 60 Jahren den Kampf gegen den Krebs verloren. "Wenn sie nach ihren Behandlungen vom Krankenhaus heimkam, dann wollte sie am liebsten gleich in den Chor zum Singen gehen", erinnert sich ihr Mann Georg. Beim Kathreintanz im Jahr 1965 lernte er sie kennen. "Es war Liebe auf den ersten Blick." 40 Jahre waren die beiden glücklich verheiratet. Sie bekamen zwei Töchter, Gabriele und Ingrid. Schon wenige Wochen nach der Hochzeit integrierte sich die gebürtige Hattenhofenerin Traudl Sedlmeier, die in Steinbach aufgewachsen war, ins Schöngeisinger Gemeindeleben. Erst im Kirchenchor und später in der Chorgemeinschaft, blühte sie auf - das Singen war ihr große Freude und Bestätigung. Die gelernte Hauswirtschafterin arbeitete nach ihrem Abschluss am Brucker Altenheim Theresianum in Mammendorfer und Münchner Haushalten. Kurz nachdem sie ihren Georg kennengelernt hatte, war sie auch Schwesternhelferin im Brucker Krankenhaus. "Nach unserer Heirat gab es bei unserem Bauunternehmen viel zu tun, und es blieb kaum Zeit für Hobbys oder Urlaubsreisen", sagt der Ehemann. 1988 gaben sie den Betrieb auf, und Traudl Sedlmeier ging verstärkt ihrer Lieblingsbeschäftigung nach, dem Singen. "Sie war immer eine eifrige Chorsängerin - offen, liebevoll, und sie gab stets ihr Bestes", schildert Chorleiter und Organist Josef Schlosser. Ihr Bestes - damit waren neben den Musiknoten auch der Umgang mit ihren Sängerfreunden gemeint. Als sie an Krebs erkrankte und viel Zeit in Krankenhäusern und bei der Reha verbrachte, lernte Gertraud Sedlmeier neue Ausdrucksweisen kennen. Sie verbrachte viel Zeit im heimischen Wintergarten, den sie zum Atelier umfunktionierte, und experimentierte mit Farben und Leinwänden. Ihr Sterbebild ziert eine romantische Sonnenuntergangsstimmung in Acryl, die sie 2005 gemalt hat. Die vier Enkelkinder lernten ihre Oma zwar erst kennen, als sie bereits krank war: "Sie erfuhren ihre Omi aber immer als positiven, humorvollen und geselligen Menschen", so der Ehemann. Die letzte Woche ihres Lebens verbrachte seine Frau auf der Palliativstation im Brucker Klinikum: "Sie wurde dort bestmöglich versorgt, doch sie wusste wohl auch, dass es zu Ende geht", sagt Georg Sedlmeier, der seine Traudl jeden Tag besuchte. Sie verabschiedete sich noch von engsten Verwandten und Freunden. Bei allen hinterlässt sie eine große Lücke. Die Chorgemeinschaft wird ihrer Traudl bei der Trauerfeier ein würdiges musikalisches Geleit auf ihren letzten Weg mitgeben. Angi Kiener

MERKUR & TZ

vom 03.11.2009