Über den Trauerfall (2)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Gebhard Steinacker, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von trauer.de Redaktion, München
23.05.2011 um 13:48 Uhr von Merkur /Ein Optiker, der auch die Schwachen im Blick hatte
Als freundlichen, höflichen, feinen Menschen haben ihn die in Erinnerung, die Gebhard Steinacker einmal begegnet sind - "einer von der angenehmen Sorte", hieß es oft. Am Montag ist der Tölzer Optikermeister, langjährige Stadtrat und zweimalige Präsident des Rotarier-Clubs Bad Tölz nach schwerer Krankheit gestorben. Er wurde 67 Jahre alt.
Um seine Geburtsstadt Bad Tölz machte sich Steinacker in vielfältiger Weise verdient. Von 1978 bis 2002 lenkte er die Geschicke des Ortes als Stadtrat der CSU mit. 2000 kandidierte er sogar um das Amt des Bürgermeisters, unterlag jedoch Josef Niedermaier. Sein soziales Engagement, das einem festen christlichen Glauben entsprang, behielt er bei. Ein besonderes Anliegen war es ihm, ein echtes Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten zu fördern. Dafür brachte er sich als Rotarier-Präsident und als Privatmann in einem Projekt im Stadtteil Lettenholz ein - von der Hausaufgabenbetreuung bis hin zur Sprachförderung für Mütter, die wenig Deutsch beherrschen. Die Stadt ehrte Steinacker mit der Bürgermedaille in Silber, Rotary International verlieh ihm die Paul-Harris-Ehrenmedaille
Bekannt war "Gebi", wie ihn Freunde nannten, vielen Tölzern zudem als inzwischen alteingesessener Optiker. Anfang der 1960er-Jahre machte er sich selbstständig - zunächst in den Räumen des Juweliergeschäfts seiner Mutter, bald aber schon in einem eigenen Laden in der Marktstraße. Nun soll sein 20-jähriger Sohn Simon das Geschäft übernehmen.
Die Familie hatte für Steinacker stets höchste Bedeutung. Er wuchs mit sechs Geschwistern auf und wurde Vater von drei Töchtern und einem Sohn. Zuletzt lebte er mit seiner zweiten Ehefrau Gabi Marx-Steinacker in Feldkirchen-Westerham (Landkreis Rosenheim).
Nicht zuletzt war Steinacker leidenschaftlicher Musiker. Als Bub schaffte er es, in die Reihen der Regensburger Domspatzen aufgenommen zu werden, in jüngster Zeit sang er in der Kantorei der evangelischen Gemeinde in Bad Tölz. Nur die Geige und die Klarinette konnte er wegen einer Rheuma-Erkrankung nicht mehr so spielen, wie er wollte.
Von Robert Harbeck, Lenggries
26.07.2011 um 16:24 Uhr von Merkur /Wenn einer diesen Preis verdient, dann nur Gebhard Steinacker.
Er war einer von wenigen, der als Stadtrat keinen Unterschied zur Parteizugehörigkeit anderer machte. Also, ein wirklicher Kollege war. Der sich auch die Meinung anderer anhörte und in die Diskussion einbezogen hat.
Was mich aber dabei ärgert ist, die Hinterhältigkeit der Verantwortlichen der Sparkasse.
Die Verdienste waren seit langem bekannt. Die Ehrung hätte anstandswürdig während seiner Jahrelangen schwerer Krankheit gebührend erfolgen müssen. Eine Ehrung nach dem Tot ist für mich die Beruhigung des schlechten Gewissens.
Ex- Stadtrat und Kollege Robert Harbeck#
Diesen Eintrag hat der Tölzer Kurier in seiem Bericht gelöscht.
26.Juli 2011