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Fritz Rackner

* 14.02.1923
† 11.10.2006
Erstellt von Merkur und TZ

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Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau

30.10.2006 um 13:53 Uhr von Merkur /
Fritz Rackner kam am 14. Februar 1923 in Birkenstein zur Welt. Der Vater arbeitete bei der Post, die Mutter vermietete Zimmer in dem heute denkmalgeschützten Hof an Feriengäste. Fritz, eines von fünf Kindern, verließ schon in jungen Jahren das Elternhaus, um in München eine Lehre zum Automechaniker zu machen. Freiwillig meldete er sich zum Militär und zog mit 18 Jahren in den Krieg. 1945 wurde er schwer verwundet. Ein Arm musste amputiert werden, ein Fußgelenk blieb steif. Fritz Rackner konnte seinen gelernten Beruf nicht mehr ausüben, doch er resignierte nicht. Eine neue Stelle, und seine zukünftige Frau fand er in der Bahnmeisterei Miesbach. 1946 lernte er hier seine Thilde kennen und führte sie drei Jahre später vor den Traualtar. In Miesbach ließ sich das Paar nieder und bekam einen Sohn und eine Tochter. Trotz seines körperlichen Handicaps war Fritz Rackner sein Leben lang ein begeisterter Sportler. Er erstieg die Berge, er ging schwimmen, turnte in der Herrenriege und kaum war der erste Schnee gefallen, stand er schon auf den Skiern. Eine lange Reihe von Pokalen und Medaillen, die er auf seinen Brettln erkämpft hat, schmückt sein Zuhause. Dabei siegte er nicht nur bei Meisterschaften des Bayerischen und Deutschen Versehrtenbundes. Bei den Stadtmeisterschaften, bei Wettkämpfen des SC Miesbach und der Gebirgsjäger fuhr er in seiner Altersklasse den körperlich Unversehrten regelmäßig davon. Der SC Miesbach ehrte ihn für seine sportlichen Leistungen mit dem Titel "Altherren-Skikönig". Einen Ausgleich zum Sport fand er beim Singen und bei den Trachtlern. 60 Jahre gehörte er der Liedertafel und dem Trachtenverein Fischbachau an. Die Dankbarkeit, sich am Leben freuen zu dürfen, war für Fritz Rackner kein leeres Wort. Er hat sie mit ganzem Herzen vorgelebt ­ und so werden ihn alle in Erinnerung behalten. (cmh)