Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Franz-Xaver Allgäuer, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von Trauer.de Redaktion, München
09.02.2010 um 19:22 Uhr von Merkur /Er war über viele Jahre hinweg der Repräsentant der Antlaßschützenkompanie Benediktbeuern-Ried und auch des Loisachgaus. Der Gebirgsschützen-Tradition fühlte er sich ebenso verbunden wie seiner Heimatgemeinde Benediktbeuern. Am Montag, 8. Februar, ist Franz-Xaver Allgäuer im Alter von 85 Jahren gestorben.
Gesundheitlich bereits angeschlagen hatte er den runden Geburtstag im vergangenen Sommer nur in aller Stille gefeiert. Dabei liebte Allgäuer die Gesellschaft. Ob in der Schützenkompanie, im Gemeinderat, in der Bergwacht oder bei den Segelfliegern.
"Der Xaver hat unsere Kompanie geprägt", sagt Michael Waldherr, der Vorstand der Antlaßschützenkompanie Benediktbeuern-Ried, der Allgäuer seit 1942 angehörte. Von 1965 bis 1979 war er deren Vorstand und von 1979 bis 2000 führte er die Kompanie als Hauptmann an. Sein markantes Erscheinungsbild mit grauem Vollbart machte ihn weit über Benediktbeuern hinaus bekannt. Auch sein Auftreten als Hauptmann des 1979 gegründeten Loisachgaus mit den Kompanien Benediktbeuern-Ried, Beuerberg-Herrnhausen, Bichl, Kochel am See, Königsdorf und Wolfratshausen. 21 Jahre lang war Allgäuer Repräsentant dieser sechs Kompanien. Für seine vielen Verdienste um die Schützen ist Allgäuer mit einer Reihe von Auszeichnungen geehrt worden; seine Kompanie hat ihn gar zum Ehrenhauptmann ernannt.
Drei Wahlperioden - von 1972 bis 1990 - engagierte sich Allgäuer im Benediktbeurer Gemeinderat. "Er hat die Gemeindepolitik kompetent begleitet", sagt Bürgermeister Georg Rauchenberger. Als gelernter Bauingenieur habe sich Allgäuer insbesondere im Bauausschuss als "absoluter Fachmann" erwiesen. Der leidenschaftliche Kommunalpolitiker nahm dabei laut Rauchenberger viele Strapazen auf sich. Allgäuer, der bei einer Firma in Burghausen arbeitete und nur am Wochenende in die Heimat pendelte, fuhr zu jeder Gemeinderats- und Ausschusssitzung die gut 180 Kilometer lange Strecke. "Er hat sich in seiner Heimat vielfach engagiert", sagt Rauchenberger. (ao)