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Franz Gschwendtner

* 30.05.1921
† 24.11.2006
Erstellt von Merkur und TZ

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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Franz Gschwendtner, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau

01.12.2006 um 11:37 Uhr von Merkur /
500 Trauergäste haben auf dem Langenpettenbacher Friedhof Abschied von Franz Gschwendtner genommen. Der allseits bekannte Metzgermeister und Gastwirt ist im Alter von 85 Jahren verstorben. Pfarrer Stephan Hauptmann sprach den Angehörigen Trost zu und würdigte den Verstorbenen als christlichen Mann, der in der elterlichen Land- und Gastwirtschaft in Langenpettenbach aufgewachsen ist und in der Klostermetzgerei von Scheyern eine Lehre absolviert hat. Mit 18 musste er einrücken und erst nach Gefangenschaft kehrte er 1948 wieder in seine Heimat zurück. Anfang der 50er Jahre hat Gschwendtner damit begonnen, den Baderwirt von Langenpettenbach zu übernehmen und eine Metzgerei aufzubauen, die nunseit vielen Jahren weit über die Gemeindegrenzen hinaus einen guten Ruf hat. Diesen Betrieb führte Gschwendtner mit großem Engagement bis zur Übergabe an seinen Neffen Josef im Dezember 1994. Aber auch in den Jahren danach war der Franz sowohl für die Gäste im Wirtshaus, als auch für die Kunden in der Metzgerei immer ein geschätzter Ansprechpartner. Sein großes Hobby in seiner knapp bemessenen Freizeit war über Jahrzehnte die Jagd und die Schafzucht. So waren bei der Beerdigung auch die Jäger und Schafzüchter stark vertreten. Der Schäfer-Stammtisch aus Maisach, bei dem Gschwendtner Gründungsmitglied war, verabschiedete sich mit einem Kranz und stand mit der Fahne am offenen Grab. Dass Gschwendtner rund fünf Jahrzehnte Jagdpächter von Langenpettenbach, Glonn und Ainhofen war und dabei ein sehr gutes Verhältnis zu den Bauern hatte, betonte Trauerredner Josef Strobl namens der drei Jagdgenossenschaften. Willi Schuster legte namens der Dachauer Jäger einen Kranz nieder, Franz Obesser junior tat das für die örtlichen Jäger und der Münchner Jagdclub blies am offenen Grab einen letzten Jagdgruß. Die Blaskapelle Langenpettenbach hatte mit einem Trauermarsch den Sarg vom Leichenhaus zum Grab begleitet und musikalisch Abschied genommen. Für die Metzgerinnung Dachau würdigte Werner Braun die Verdienste des Verstorbenen, ebenso wie Daniel Haagen das für den Hotel-und Gaststättenverband getan hatte. Schließlich erwiesen auch die Langenpettenbacher Vereine (Veteranen, Gartler und Burschen) ihrem langjährigen Herbergsvater die letzte Ehre. Inmitten der vielen Trauergäste war auch die Schar von Metzgern nicht zu übersehen, die in Gschwendtners Ausbildungsbetrieb ihr Handwerk erlernt haben. Josef Ostermair