Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Frank-Arnim Spangenberg, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von Trauer.de Redaktion, München
16.11.2010 um 14:37 Uhr von Merkur /Als Ende der 90er Jahre die Kirche St. Stephanus Landsham renoviert werden musste, griff Frank-Arnim Spangenberg zur Feder und zeichnete das Gotteshaus. Das auf 101 Stück limitierte Werk wurde zugunsten der Kirche verkauft. Es war wohl eine der letzten Aktionen des in Pliening lebenden Künstlers. Der über viele Jahre oft als "heimlicher Stadtzeichner von München" bezeichnete Spangenberg hatte auch Patienten des Klinikums Bogenhausen und Kindergärten unterstützt. Spangenberg ist in Berlin geboren und wuchs dort auf. Seine Ausbildung begann er im "Work and Art Studio" im Amerika-Haus, danach studierte er an der Meisterschule für Grafik, Druck und Werbung. Über Kassel, wo er sein Diplom ablieferte, und Frankfurt kam der Künstler nach München zu einer Werbefirma. "Es muss noch mehr geben als Werbung auf Käseschachteln oder Toilettenpapier", sagte er sich; und machte sich 1971 selbständig. Der Künstler zeichnete mit der 0,1-mm-Feder Münchner Stadtansichten auf Kieselsteine aus der Isar und später auf Büttenpapier. Es entstand u.a. das "Münchner Kunstkarten Set" und der "Münchner Kunstkalender", den Spangenberg neun Jahre lang illustrierte. "Bis zu 1000 Punkte und kleine Striche auf einem Quadratzentimeter sind es", sagte er einmal, "hier ist die Lupe, zählen Sie nach!" Vor gut zehn Jahren musste er seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.