Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Ferdinand Demes, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau
14.12.2006 um 23:19 Uhr von Merkur /"Sein plötzlicher Tod", schreibt Pfarrer Otto Gäng, "hat viele Buchendorfer und Gautinger überrascht." Denn Demes habe sich von seiner schweren Herzoperation im Frühjahr wieder gut erholt "und war guter Dinge". Nach einer Familienfeier in seiner Heimat erkrankte der Buchendorfer Pater an einer Lungenentzündung, die ihn das Leben kostete. "Mein Anliegen ist es, die Botschaft Jesu zu verkünden - für mich die Botschaft der Liebe", erklärte Demes einmal.
Weil er aus dem Evangelium als "Froh-Botschaft" seine Theologie entwickelte, sagt Organist Jürgen Reuter, kamen stets Gautinger und auch Fürstenrieder zu den Demes-Gottesdiensten nach Buchendorf. Im Dorf war der humorvolle Pfarrer, der vor dem Studium eine Malerlehre absolviert hatte, integriert und beliebt, auch als Ehrenmitglied der Schützen.
Der ehemalige Schüler der Steyler Missionare wurde 1961 in St. Augustin bei Bonn zum Priester geweiht, so Pfarrer Gäng. In der Heilig-Geist-Kuartie in Berlin gehörten Jugend- und Filmarbeit zu seinen Arbeitsschwerpunkten. 1968 übernahm der Münsterländer die Stadtpfarrei St. Hedwig München. "Der Film war seine Leidenschaft", sagt Gäng. 1971 hob Demes als Leiter die Diözesanstelle für audiovisuelle Medien im Erzbischöflichen Ordinariat München aus der Taufe. Parallel dazu betreute er seit 1978 die Schwestern des mittlerweile aufgelösten Klosters der Englischen Fräulein in Buchendorf und wurde dadurch gleichzeitig Seelsorger für die Bevölkerung. Otto Gäng: "Das Schicksal der Menschen lag ihm am Herzen. Er wird vielen fehlen." Vor allem den Buchendorfern. Denn nach dem Tode Demes’, fürchtet Jürgen Reuter, wird es in der kleinen Filialgemeinde keinen eigenen Seelsorger mehr geben. (cc)