Pflanzen Sie einen Gedenkbaum für Ernst Karl Friedrich Otto
Spenden Sie eine besondere Form von Trost und Beileid: Lassen Sie einen Gedenkbaum in einem regionalen Waldgebiet pflanzen.
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Von Trauer.de Redaktion, München
15.04.2010 um 10:25 Uhr von Merkur /Dr. Ernst Karl Friedrich Otto hat über ein Jahrzehnt das politische Leben in Garmisch-Partenkirchen mitgeprägt. Nun ist er im Alter von 92 Jahren in Au im schweizerischen Kanton St. Gallen gestorben. Dorthin war er 2001 mit seiner Frau Herta, mit der er 62 Jahre verheiratet war, aus der Marktgemeinde umgesiedelt. "Körperlich ging es ihm nicht mehr gut, so dass es eine Erlösung für ihn war", sagt Sohn Wolfgang Ernst.
Ottos Mutter Gertrud war die Großnichte von Professor Michael Emil Sachs, dem Gründer der Schnitzschule. Nach seinem Medizin-Studium in München übernahm er 1948/49 die Hals-Nasen-Ohren-Praxis seines Vaters an der Ludwigstraße. Er operierte in beiden Krankenhäusern Garmisch und Partenkirchen.
Neben seinem Beruf war Otto auch im politischen Leben sehr engagiert. "Geprägt durch den Krieg und die Nachkriegszeit hat er sich berufen gefühlt, die Bundesrepublik politisch mit aufzubauen", sagt sein Sohn rückblickend. Otto rief den Kreisverband der FDP mit ins Leben, war lange Zeit Orts- und bis 1970 Kreisvorsitzender. Von 1960 bis 1978 hatte er den Fraktionsvorsitz im Gemeinderat inne, saß im Ältestenrat sowie in zahlreichen Ausschüssen. Zudem wurde Otto in den Aufsichtsrat der Volksbank berufen. Für sein ehrenamtliches Wirken wurden ihm zahlreiche Ehrungen der Marktgemeinde zu Teil. Darunter die silberne Bürgerplakette (1983) sowie die silberne (1976) und die goldene (1978) Ehrennadel.
Seiner Partei kehrte Otto jedoch 1970 den Rücken. "Er hat den Schwenk zum sozialen Bündnis nicht mitgemacht", erinnert sich sein Sohn. "Mein Vater war kein Leichtgewicht und kein Fähnchen im Wind, weder in der Politik noch im Beruf." Seine Praxis übergab Otto 1983 an seinen Nachfolger. (jpa)