Pflanzen Sie einen Gedenkbaum für Emil Wachter
Spenden Sie eine besondere Form von Trost und Beileid: Lassen Sie einen Gedenkbaum in einem regionalen Waldgebiet pflanzen.
Neueste Einträge (5)
Gedenkkerze
Dieter Paul
Entzündet am 04.02.2012 um 12:00 Uhr
Ein großer warmherziger Künstler, den ich persönlich kannte.
Kondolenz
Von Ulrich Hollmann, Duderstadt
01.02.2012 um 21:11 UhrAls Student an der Karlsruher Akademie lernte ich Emil Wachter als jungen unangepassten Lehrer kennen. Später hatte ich das Glück, ihm hier eine Ausstellung organisieren zu dürfen. Seine künstlerische Selbständigkeit und seine glaubwürdige Religiosität haben mich sehr beeindruckt.
Kondolenz
Von Birgitta Renate Hemmer, Karlsruhe
26.01.2012 um 21:51 UhrBei Emil Wachter waren Kunst und Leben eins. Seine Kunst war beeindruckend wie die Begegnung mit ihm selbst. Er war ein äußerst sensibler, warmherziger, bescheidener Mensch. Es gibt Künstler, deren Werk stumm wird, denn sie die zeitliche Bühne verlassen. Bei Emil Wachter wird es umgekehrt sein.
Gedenkkerze
ursula schmitt
Entzündet am 21.01.2012 um 12:00 Uhr
Von trauer.de Redaktion, München
20.01.2012 um 11:15 Uhr von Merkur /Emil Wachter ist tot. Der am 29. April 1921 in Neuburgweier bei Karlsruhe geborene Künstler hatte sich mit der Gestaltung der Autobahnkirche bei Baden-Baden einen Namen gemacht. Bei vielen galt er als der deutsche Marc Chagall. Er wurde 90 Jahre alt.
In seinem Werk brachte Wachter seine Religiosität zum Ausdruck. Auf seinen Glasfenstern in Kirchen unter anderem auf Sylt, in Heidelberg, Neuss und Freiburg stellte er in einfachen, anschaulichen Bildern biblische Geschichten und Motive christlich-jüdischer Tradition dar. Diese Malereien brachten ihm auch den Vergleich mit Chagall ein. Lieblingsmotiv seiner Tuschen, Aquarelle und Ölbilder waren aber nicht die geistlichen Momente, sondern ganz weltliche Lebewesen: Vögel. Immer wieder malte er seine gefiederten Freunde, auch in seinen letzten Werken ließ er Vögel den Kontakt mit dem Betrachter suchen.
Religion prägte dennoch das Leben Wachters. So absolvierte er ab 1939 - unterbrochen von Kriegsdienst und Gefangenschaft - zunächst ein Theologie-Studium. Erst danach sattelte er auf Malerei und Bildhauerei um. Sein Studium der Künste verfolgte er an der Akademie Karlsruhe. Ab 1954 war er schließlich als freischaffender Künstler tätig und lehrte daneben auch von 1958 bis 1963 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in seiner Heimat Karlsruhe. Seine Werke wurden in über 100 Einzelausstellungen gezeigt.
Als GesamtkunstWerk sah Wachter zeitlebens die pyramidenförmige Autobahnkirche St. Christopherus bei Baden-Baden an. In ihr setzte er nicht nur seine religiösen Anschauungen künstlerisch um. Er ließ auch viel Zahlenmystik einfließen, die für den Theologen im Alter immer mehr Bedeutung erlangte. Diese Mystik entfremdete ihn von der Institution Kirche und ließ ihn "größere Zusammenhänge als die christliche Theologie" sehen.
Ein Schlaganfall schränkte Wachter 2010 in seinem künstlerischen Schaffen ein. Der Maler und Bildhauer sagte selbst, dass er seine Möglichkeiten und Mittel nicht mehr voll ausschöpfen konnte. Zudem habe ich seine Sicht auf die Welt und sein eigenes Werk durch die Krankheit radikal verändert. Wachter fand in seinem Geburtsort Neuburgweier seine letzte Ruhestätte.