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Elisabeth Seidl-Nathusius

† 10.09.2007
Erstellt von Merkur und TZ

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Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau

15.09.2007 um 16:44 Uhr von Merkur /
1915 in München geboren, lebte Seidl-Nathusius überwiegend in Gräfelfing. Dort hatte ihr Vater Anton Seidl während des Krieges einen Bauernhof gekauft in der festen Überzeugung, dass der Krieg auf unbestimmte Zeit andauern würde und Landwirtschaft das einzige Mittel sei, dauerhaft zu überleben. Also wuchs Elisabeth Seidl auf dem Seidlhof am Neunerberg auf -­ ihre Beziehung zu Natur und Landwirtschaft war Zeit ihres Lebens dementsprechend eng. "Sie war eine energiegeladene, durchsetzungsstarke und ideenreiche Frau", erinnert sich Alt-Bürgermeister Eberhard Reichert. Gemeinsam mit Klaus Wiesinger ist er Vorstand der Seidl-Stiftung, die im Jahr 2005 gegründet wurde; sie soll neben der Herstellung von Öko-Produkten auch die biologische Vielfalt sichern. Die Stiftung sei ein Zeichen dafür, dass Seidl-Nathusius über den Tag hinaus gedacht habe, so Reichert. Sie sei Mensch aus spannungsreichen Gegensätzen gewesen. "Sie war einerseits Visionärin und ein Mensch von großer Weitsicht. Andererseits wollte sie die Dinge immer selbst bis ins Details in die Hand nehmen." In der Seidl-Villa an der Irminfriedstraße 21 war bis zum Jahr 2002 der Gräfelfinger Waldorfkindergarten untergebracht. "Auch das passt ins Bild: Sie wollte stets für Kinder und für die Allgemeinheit etwas tun", sagt Bürgermeister Christoph Göbel. Sie sei ein sehr kritischer Mensch mit scharfem Urteilsvermögen gewesen, wohl aber auch eine humor- und gefühlvolle Persönlichkeit. Göbel: "Sie war ein absolutes Original." (jo)