Über den Trauerfall (2)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Eduard Zimmermann, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Von Trauer.de Redaktion, München
21.09.2009 um 10:40 Uhr von Merkur /Eduard Zimmermann, Vater des ZDF-Klassikers "Aktenzeichen XY... ungelöst", ist tot. Er starb am 19. September 2009 in einer Münchner Seniorenresidenz im Alter von 80 Jahren, wie seine Tochter Sabine am Sonntag mitteilte. "Mein Vater hat immer selbstbestimmt gelebt und in den letzten Stunden deutlich gezeigt, dass es jetzt gut und der richtige Zeitpunkt gekommen ist", sagt Tochter Sabine.
Der letzte öffentliche Auftritt von Zimmermann, der seit Bestehen seiner Sendung immer "Ganoven-Ede" genannt wurde und auch lange durch das Magazin "Vorsicht Falle" führte, war am 10. Mai 2007 bei einem Fest rund um die 400. Ausgabe seines Kriminalmagazins. Danach zog er von seinem Wohnsitz in der Schweiz nach München. Die Beerdigung soll im engsten Familienkreis stattfinden.
In der Nachkriegszeit schlug sich der später als "Verbrecherjäger" und "Ganoven-Ede" populär gewordene Zimmermann zunächst als Dieb und Schwarzmarkthändler durch und verbüßte in diesem Zusammenhang auch eine Haftstrafe in der JVA Fuhlsbüttel. Mit einem gefälschten Ausweis und Diplom fand er schließlich Arbeit als Straßenbauingenieur in Schweden. Für eine Reportage im Auftrag der Zeitung Dagens Nyheter ging Zimmermann 1949 zurück nach Deutschland in die sowjetische Besatzungszone. Dort wurde er 1950 wegen Spionage angeklagt und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Er musste vier Jahre seiner Strafe in der JVA Bautzen absitzen und kam am 17. Januar 1954 frühzeitig frei. In der Folgezeit arbeitete er als freier Journalist sowie als Redakteur bei NDR und ZDF.
Zimmermann moderierte im ZDF vom 20. Oktober 1967 bis zum 24. Oktober 1997 300 Folgen der von ihm konzipierten Fernsehserie "Aktenzeichen XY... ungelöst" sowie von 1964 bis 1997 161 Sendungen der ebenfalls von ihm initiierten Reihe "Vorsicht Falle! - Nepper, Schlepper, Bauernfänger". Im Herbst 1997 zog er sich aus der Arbeit vor den Kameras zurück, arbeitete aber weiterhin eng mit der Redaktion von XY zusammen. Ferner betrieb Zimmermann ein Sicherheitsportal im Internet in Zusammenarbeit mit dem ZDF.
Zimmermann war seit 1960 mit Ehefrau Rosmarie (1921-2008) verheiratet und lebte im schweizerischen Leukerbad (Wallis). Seine Adoptivtochter Sabine Zimmermann war von 1987 bis 2001 Co-Moderatorin von XY und präsentierte zwischen 1997 und 2001 auch die Sendung "Vorsicht Falle!"; seither agiert sie hinter den Kameras als Produktionsleiterin von XY. Seinen letzten Fernsehauftritt hatte Zimmermann in der 400. Sendung von XY am 10. Mai 2007 an der Seite der ehemaligen Leiter des Zürcher XY-Aufnahmestudios, Konrad Toenz, Werner Vetterli und Stephan Schifferer.
Nach dem Tod seiner Frau im Januar 2008 zog Zimmermann wieder nach München.
Bild: dpa
Von Hans Mitrovic, Soest
08.10.2009 um 15:19 Uhr von Merkur /Mit Bestürzug haben wir vom Tod des Herrn Zimmermann erfahren. Wir von der Funkhilfe wahren Mitglied im Weißen Ring und haben Herrn Zimmermann leider nie persönlich kennen gelernt. Für uns hat Er großes für seinen Weißen Ring geleistet. In großer Hochachtung:
Hans Mitrovic Mobile Funkhilfe Kreis Soest e.V